Camping in Fischland-Darß-Zingst

Fischland-Darß-Zingst ist eine 45 Kilometer lange Halbinsel zwischen Rostock und Stralsund, die erst 1874 zu ihrer heutigen Form zusammenwuchs, als der Prerower Strom endgültig verschlossen wurde und auch Zingst von der bis dahin eigenständigen Insel zur Landzunge wurde. Sechs Orte reihen sich entlang der schmalen Nehrung: Wustrow, Ahrenshoop, Born a. Darß, Wieck a. Darß, Prerow und Zingst. Zwischen der offenen Ostsee im Norden und der Darß-Zingster Boddenkette im Süden liegt der 786 Quadratkilometer große Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der größte Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns und drittgrößte Deutschlands. Am Weststrand zieht sich 14 Kilometer naturbelassener Sandstrand am Darßer Wald entlang bis zum backsteinroten Leuchtturm Darßer Ort, der seit 1849 in Betrieb ist. In Ahrenshoop baute der Maler Paul Müller-Kaempff 1892 Haus und Atelier und legte damit den Grundstein für die bis heute aktive Künstlerkolonie mit ihren reetgedeckten Katen. Jeden Herbst macht die Boddenlandschaft mit bis zu 70.000 rastenden Kranichen einen der bedeutendsten Vogelrastplätze Mitteleuropas aus der Region.

Das Jahr in dieser Region

September: Rothirsche röhren im Darßwald

Ab Mitte September beginnt im Darßwald die Brunft der Rothirsche, deren Röhren bei geführten Wanderungen des Fördervereins Nationalpark Boddenlandschaft aus der Nähe zu hören ist. Die Wege rund um die Buchhorster Maase, einen der wichtigsten Brunftplätze, bleiben vom 1. September bis 31. Oktober für Besucher gesperrt.

Mitte des Monats geht die Sonne um 6:41 auf und um 19:28 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 47 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 13 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Terrainkurweg - Rundweg

    Der Rundweg verbindet Strand, Boddendeich und die Zingster Heide zu einer Schleife. Am Deich steht eine Vogelbeobachtungshütte. Markiert ist der Weg mit einem grünen Kurmännchen im Regenbogenkreis.

    7,3 km

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Terrainkurweg - Waldweg

    Der zweite der Zingster Kurwege nimmt den Umweg durch den Wald: vom Strand über die Müggenburger Schneise zum kleinen Hafen von Müggenburg und am Bodden entlang zurück. Wald und Deich wechseln sich ab. Auch hier führt das grüne Kurmännchen.

    6,7 km

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Sundische Wiese Rundweg

    Der Osten von Zingst gehört dem Nationalpark: Salzwiesen und Dünen, dazwischen weites offenes Land zwischen Bodden und Ostsee. Die Runde beginnt am Fahrradparkplatz Ellerhof, führt zur Plattform Panoramasicht und weiter Richtung Hohe Düne und Pramort an der Ostspitze. Im Herbst rasten hier Kraniche.

    11,1 km

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Wieker Weg - Rundweg

    Ab dem Parkplatz Wieker Weg geht es nordwärts in den Osterwald. Zwischen den Stämmen steht Damwild. Über Grenzweg und Kavaliersschneise läuft die Runde nach Westen, vorbei an ein paar Mammutbäumen bei Müggenburg, und am Boddendeich öffnet sich der Blick auf die Insel Kirr.

    13,2 km

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Zingst Tour

    Erst durch den Ort und über den Zingster Strom nach Müggenburg, dann auf einer Betonspurbahn weiter bis zur Sundischen Wiese und dort auf eine für Autos gesperrte Asphaltstraße. Am Pramort steht man am Übergang von Bodden zu Ostsee, zurück führt der Seedeich. Der Belag ist durchweg fest.

    32,3 km

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Rund um die Vinetastadt Barth

    Start ist der Hafen von Barth, wo die Sage die versunkene Stadt Vineta im Bodden vermutet. Die Runde läuft über Glöwitz, Dabitz, Küstrow und Kenz mit seiner alten Backsteinkirche und kommt über Frauendorf und Divitz zurück in die Altstadt. Meist ruhige Straßen, dazu feste Feldwege.

    25,1 kmRundtour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Darß-Tour

    Von Prerow führt der unbefestigte Leuchtturmweg durch den Darßer Wald zum Leuchtturm Darßer Ort, der seit 1849 in Betrieb ist. Zurück geht es über Born und Wieck, die beiden anderen Darßdörfer. Sand wechselt sich mit Asphalt ab.

    28,5 km

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Die Fischland Tour

    Das Fischland ist ein schmaler Streifen zwischen Saaler Bodden und Ostsee, und die Runde ab dem Hafen Wustrow nutzt beide Seiten. Bei Ahrenshoop läuft der Weg über die Steilkante mit Blick aufs Meer und zurück zur Seebrücke Wustrow. Die Schifferkirche liegt einen halben Kilometer abseits. Danach trägt der Deich Richtung Dierhagen.

    12,7 km

    GPXKarteWebsite

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • September bis November

    Kranich

    Im NABU-Erlebniszentrum Kranichwelten mit Kranorama im Ortsteil Günz lässt sich der herbstliche Kranichzug ganz nah verfolgen, ohne die Vögel zu stören. Der graue Vogel mit dem roten Scheitelfleck ist an seinem trompetenden Ruf schon von weitem zu hören. Zwischen September und November rasten hier bis zu 70.000 Tiere auf dem Weg in den Süden, mit dem Höhepunkt meist um die Monatsmitte im Oktober.

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Rund um die Buchhorster Maase im Darßwald ist ab Mitte September das Röhren der Rothirsche zu hören, am eindrucksvollsten bei den geführten Wanderungen des Fördervereins Nationalpark Boddenlandschaft. Die kräftigen Hirsche mit dem weit ausladenden Geweih sammeln ihre Rudel und tragen ihre Kämpfe mit lautem Röhren aus. Die Wege rund um die Maase bleiben während der Brunftzeit bis Ende Oktober den geführten Gruppen vorbehalten.

  • Dezember bis Mai

    Seeadler

    In den Boddengewässern bei der Sundischen Wiese und vor Prerow lassen sich die Seeadler des Nationalparks aus der Nähe beobachten. Mit über zwei Metern Spannweite und den weißen Schwanzfedern der Altvögel sind sie schon aus der Ferne zu erkennen. Ab Ende Januar zeigen sie ihre Balzflüge über dem Wasser und ruhen dazwischen ausgiebig auf Pfählen und unbewohnten Sandbänken.

  • April bis Juli

    Rotschenkel

    Auf der Vogelinsel Kirr im Barther Bodden beginnt im Frühjahr die Balz der Rotschenkel, zu erkennen an den leuchtend orangeroten Beinen und dem hellen Flügelband im Flug. Die Insel mit ihren Salzwiesen und Prielen zählt zu den wichtigsten Brutplätzen der Region und lässt sich nur mit dem Fernglas vom Ufer oder auf geführten Bootstouren einsehen. Ab April sind die Vögel mit ihrem charakteristischen Ruf über den Wiesen unterwegs.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 1 Std. 15 Min.Rostock
  • 3 Std. 00 Min.Hamburg
  • 3 Std. 15 Min.Berlin
  • 7 Std. 00 Min.Köln
  • 7 Std. 30 Min.Frankfurt am Main
  • 8 Std. 30 Min.München

Gut zu wissen

  • Die Meiningenbrücke öffnet für Schiffe

    Die L 21 zwischen Bresewitz und Zingst führt über die Meiningenbrücke. Im Sommerhalbjahr öffnet sie in festen Zeitfenstern, aber nur dann, wenn Boote sich vorher angemeldet haben. Dann steht der Straßenverkehr bis zu 30 Minuten. Im Winterhalbjahr öffnet sie planmäßig nur dienstags.

  • Leinenpflicht im Nationalpark

    Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft dürfen Hunde nicht frei laufen, das schreibt die Nationalparkverordnung ausdrücklich vor. An den Ostseestränden gilt vielerorts von Mai bis September eine Beschränkung auf ausgewiesene Hundestrandabschnitte, außerhalb dieser Zeit ist der Strand an der Leine nutzbar.

  • Vogelinseln nur aus der Ferne

    Die Brutinseln der Boddenkette wie Kirr, Barther Oie und Heuwiese sind für Besucher gesperrt und lassen sich nur mit Fernglas vom Ufer oder auf geführten Bootstouren einsehen. In den Kernzonen des Nationalparks gilt zudem ein generelles Wegegebot.

  • Zonen für Boote und Kanus

    Motorbetriebene Wasserfahrzeuge dürfen die Boddengewässer außerhalb der markierten Fahrrinnen nicht befahren, das regelt die Nationalparkverordnung. Kanus und Segelboote sind in den sogenannten Grünen Zonen mit Mindestabstand zu Schilf und Vögeln erlaubt, die Roten Zonen bleiben vollständig gesperrt.

  • Stellplatz statt freiem Parken

    Wildes Übernachten mit dem Wohnmobil ist auf der Halbinsel weitgehend untersagt, offizielle Stellplätze wie der am Wassersportzentrum Zingst nehmen dafür auch ohne Reservierung Gäste auf. Dort gelten Kurtaxe, Parkgebühr und eine Nachtruhe von 22 bis 8 Uhr.

  • Feuer nur zu festen Anlässen

    Offene Feuer am Strand sind überwiegend auf feste Termine wie das Osterfeuer beschränkt, auf Camping- und Stellplätzen sind Lagerfeuer und Grillen grundsätzlich untersagt. Die traditionellen Osterfeuer brennen in Zingst, Prerow und Wustrow am Ostersamstag.

Geschützte Landschaften

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Fischland-Darß-Zingst ist eine 45 Kilometer lange Halbinsel zwischen Rostock und Stralsund, mit der Ostsee im Norden und den Boddengewässern im Süden. Am Strand liegen Campingplätze, am Bodden ruhige Stellplätze.

Die Saison beginnt zu Ostern und ist im Juli und August am vollsten, wenn Wassersport und Strandleben locken. Im Frühling, Herbst und Winter wird es deutlich ruhiger auf der Halbinsel.

Häufige Fragen