Zimmer mieten

Ein Zimmer ist ein einzelner Raum in einem Haus, das jemand anderes bewohnt oder betreibt. Man teilt den Weg dorthin und häufig auch das Bad. Gegenüber einer Ferienwohnung fehlt die abgeschlossene Einheit mit eigener Küche, gegenüber einem Hotelzimmer der Empfang im Erdgeschoss. Dafür ist meist jemand da, der die Gegend kennt. Die Spanne reicht vom schlichten Gästezimmer auf einem Hof bis zum Zimmer in einer kleinen Pension mit eigenem Bad und eigenem Eingang.

Worauf man beim Buchen achtet

Ist das Bad nur für Sie?
Manche Zimmer haben ein eigenes Bad, bei anderen liegt es auf dem Flur. Geteilt heißt nicht unbedingt voll, aber wer morgens ungern wartet, sieht besser vorher nach.
Wohnen die Gastgeber mit im Haus?
In einem Privathaushalt begegnet man sich im Flur und hört einander abends. In einer kleinen Pension läuft es anders. Beides ist ein Zimmer, und es sind zwei verschiedene Aufenthalte.
Gibt es Frühstück?
Bei den einen gehört es dazu, bei den anderen bleibt die Küche zu und es gibt gar nichts. Das steht in der Beschreibung und ändert die Planung des Morgens.
Wie kommt man abends hinein?
Einen Empfang, der immer besetzt ist, gibt es nicht. Manche Gastgeber übergeben den Schlüssel persönlich, andere hinterlegen ihn. Wer spät ankommt, meldet das besser vorher an.
Darf man die Küche mitbenutzen?
Bei manchen Zimmern gehört sie zur Abmachung, bei anderen bleibt sie privat. Für einen langen Aufenthalt macht das den größten Unterschied im Alltag.

Für wen es passt

Gemacht für

Wer allein oder zu zweit unterwegs ist und abends nur ein Bett braucht, fährt mit einem Zimmer gut. Auf dem Land hat diese Form besonderes Gewicht, weil Höfe und Gasthöfe dort seit jeher Gäste aufnehmen. Und wer gern fragt, wo man hier gut isst, bekommt die Antwort von jemandem, der dort wohnt.

Eher nichts für

Wer den Tag in der Unterkunft verbringen oder selbst kochen will, hat in einer Ferienwohnung mehr davon. Familien mit kleinen Kindern stoßen schnell an Grenzen, weil ein Raum eben ein Raum ist. Und wer ein geteiltes Bad nicht mag, sucht gezielt nach einem eigenen.

Woher es kommt

Das Vermieten einzelner Zimmer kam mit der Sommerfrische auf. Als die Eisenbahn im 19. Jahrhundert die Städter aufs Land brachte, reichten die Gasthöfe nicht aus, und immer mehr Gäste kamen in Privathäusern unter. Daraus wurde ein eigener Zweig des Fremdenverkehrs, die private Zimmervermietung. Die Schilder mit der Aufschrift Zimmer frei am Straßenrand gehören dazu und stehen mancherorts bis heute.

Gut zu wissen

  • Das Bad ist die Kernfrage

    Eigenes Bad oder eines auf dem Flur, das entscheidet über den Aufenthalt mehr als die Zimmergröße. Steht es nicht in der Beschreibung, lohnt die Nachfrage.

  • Hunde nur nach Absprache

    In einem bewohnten Haus hängt es an den Gastgebern und oft auch an deren Tieren. Fragen kostet nichts und spart die Absage vor der Tür.

  • Ankunft vorher abstimmen

    Abends erreichbar ist mal die Wirtsstube, mal nur das Handy der Gastgeber. Eine ungefaehre Zeit durchzugeben, spart beiden Seiten die Warterei.