Tipi mieten

Ein Tipi ist ein kegelförmiges Zelt aus langen Stangen mit einer Plane darüber. Oben sitzen zwei bewegliche Rauchklappen. Sie unterscheiden das Tipi von anderen Spitzzelten, weil sie den Rauch eines Feuers abziehen lassen und Regen trotzdem draußen halten. Beim klassischen Aufbau kreuzen sich die Stangen unter der Spitze und ragen ein Stück heraus, was die bekannte Silhouette ergibt. Innen neigt sich die Wand von allen Seiten zur Mitte, aufrecht steht man deshalb in der Mitte. Die Jurte daneben hat eine senkrechte Wand und ein eigenes Dach, das Tipi läuft von unten bis zur Spitze durch.

Worauf man beim Buchen achtet

Darf drinnen Feuer gemacht werden?
Gebaut ist das Tipi dafür, erlaubt ist es damit noch lange nicht. Manche Gastgeber stellen eine Feuerschale hin und legen Holz dazu, andere untersagen offenes Feuer im Zelt vollständig. Mitgebrachtes Holz ist auf manchen Plätzen ausgeschlossen.
Worauf schläft man?
Es gibt Tipis mit Holzboden und Betten und solche, in denen Matratzen auf einer Unterlage liegen. Davon hängt ab, was man mitbringt, vom Schlafsack bis zur Isomatte. Die Beschreibung sagt das meist genau.
Gibt es eine Innenplane?
Viele Tipis haben eine zweite Bahn, die innen um die Stangen läuft und ein Stück hoch reicht. Sie hält den Zug am Boden ab und leitet Wasser, das an den Stangen herunterläuft, hinter sich vorbei. Ohne sie ist es an der Wand zugiger.
Wo ist das Bad?
Tipis stehen fast immer auf einem Platz oder einem Hof, und das Bad liegt im Sanitärgebäude. Wie weit es ist, macht nachts den Unterschied. Ein eigenes Bad im Zelt ist die Ausnahme.
Wie lang ist die Saison?
Eine Plane dämmt kaum, deshalb vermieten die meisten Gastgeber ihre Tipis in den warmen Monaten. Im Frühjahr und im Herbst wird es nachts deutlich kühler als in einem festen Haus. Wer in der Nebensaison bucht, fragt nach Heizung und Decken.

Für wen es passt

Gemacht für

Familien mit Kindern, für die die Nacht im Tipi der eigentliche Grund der Reise ist. Auch Gruppen kommen gut damit zurecht, weil auf dem Boden viel Platz liegt und an der Wand wenig. Wer campen mag, aber nicht aufbauen will, findet hier den kurzen Weg dazwischen.

Eher nichts für

Wer leicht friert oder empfindlich schläft, hat es in einem Zelt aus Plane schwerer als in einem Haus. Abschließen lässt sich ein Tipi in der Regel nicht, deshalb bleiben Wertsachen besser im Auto. Und wer den gebückten Gang durch die niedrige Türklappe und den Weg über die Wiese scheut, ist woanders besser aufgehoben.

Woher es kommt

Kegelzelte aus Häuten gab es in den Ebenen Nordamerikas lange vor der Ankunft der Europäer. Groß wurde das Tipi erst mit dem Pferd: Solange Hunde die Stangen auf einer Schleife zogen, blieben die Zelte klein, danach ließen sich längere Stangen und schwerere Planen bewegen. Gedeckt wurde mit Bisonhäuten, im 19. Jahrhundert zunehmend mit Segeltuch, das leichter war und sich sauberer zuschneiden ließ. Das Wort stammt aus dem Lakota, thipi heißt so viel wie sie wohnen dort.

Gut zu wissen

  • Das Feuer ist Sache des Gastgebers

    Rauchklappen gehören zur Bauart, eine Feuererlaubnis nicht. Ob und wo gefeuert werden darf, regelt jeder Platz selbst, und in trockenen Sommern kommen behördliche Verbote dazu.

  • Das Wetter ist nah

    Über dem Kopf liegt eine Bahn Stoff, mehr nicht. Ein Gewitter hört man von der ersten Sekunde an, und nasse Sachen trocknen im Zelt langsam.

  • Hunde nach Absprache

    Viele Plätze nehmen Hunde auf, für das Tipi selbst entscheidet der Gastgeber. Ein Blick in die Hausregeln vor der Buchung erspart die Diskussion vor Ort.