
Bungalow mieten
Ein Bungalow ist ein Haus auf einer Ebene, ohne Treppe im Inneren. Mehr legt das Wort nicht fest. Das Dach kann flach sein oder geneigt, gebaut wird in Stein, in Holz oder aus Fertigteilen. Auf Campingplätzen und in Ferienparks heißen so die kleinen Häuser, die fest an ihrem Platz stehen, oft mit einer überdachten Veranda davor. Vom Mobilheim unterscheidet sie das Fundament: Ein Bungalow steht auf dem Boden und nicht auf einem Fahrgestell.
Worauf man beim Buchen achtet
- Gehört ein eigenes Bad dazu?
- Das ist der größte Unterschied zwischen zwei Häusern, die beide Bungalow heißen. Die einen haben Dusche und WC im Haus, bei den anderen geht man zum Sanitärgebäude. Vor allem an Mittelmeerplätzen steht beides nebeneinander im Angebot.
- Und die Küche?
- Von der vollen Küchenzeile bis zum Kühlschrank und sonst nichts kommt alles vor. Wer selbst kochen will, sieht nach, ob es ein Kochfeld gibt und wie viel Geschirr dabei ist.
- Ist wirklich alles ebenerdig?
- Eingeschossig heißt nicht automatisch schwellenlos. Oft führen ein oder zwei Stufen zur Veranda, und die Dusche hat einen Rand. Wer auf Maße angewiesen ist, fragt nach Türbreite und Schwellenhöhe statt nach dem Wort barrierefrei.
- Wie dicht stehen die Häuser?
- Das haengt vom Platz ab. Manche Haeuser stehen frei in ihrem eigenen Stueck Garten, andere reihen sich dicht aneinander, und die Veranda der Nachbarn liegt dann ein paar Schritte entfernt. Der Lageplan zeigt das besser als jedes Foto.
- Wie wird geheizt und gekühlt?
- Beides ist bei dieser Bauart nicht selbstverständlich. Im Hochsommer am Mittelmeer zählt die Klimaanlage, im Frühjahr an der Küste die Heizung.
Für wen es passt
Gemacht für
Alle, die keine Treppe steigen wollen: ältere Gäste und jeder, der mit viel Gepäck oder mit einem Kinderwagen anreist. Für den ersten Urlaub auf einem Campingplatz taugt er ebenfalls, weil nichts aufgebaut werden muss. Und für längere Aufenthalte, weil ein festes Haus im Regen mehr aushält als Stoff.
Eher nichts für
Wer Ruhe und freien Blick sucht, schaut vorher auf den Lageplan; in dicht belegten Ferienparks steht ein Haus nah am anderen. Wo kein eigenes Bad dabei ist, gehört der Weg zum Sanitärgebäude zum Tag. Ein Haus mit Geschichte ist ein Mietbungalow außerdem selten, gebaut wird er meist für den praktischen Gebrauch.
Woher es kommt
Das Wort kommt aus Bengalen: Bangla heißt so viel wie Haus nach bengalischer Art und meinte ein niedriges Gebäude mit Strohdach und umlaufender Veranda. Über Angestellte der britischen Ostindischen Kompanie kam es ins Englische, wo es seit den 1670er Jahren belegt ist. Die ersten Bungalows in Großbritannien baute der Architekt John Taylor 1869 und 1870 in Westgate-on-Sea an der Küste von Kent. Als Wohnhaus verbreitete sich die Bauform später, in Deutschland vor allem in den 1960er Jahren.
Gut zu wissen
Ebenerdig ist nicht barrierefrei
Eine Stufe zur Veranda oder eine hohe Duschtasse kommt oft vor. Wer darauf angewiesen ist, fragt nach Maßen und nicht nach dem Schlagwort.
Der Weg zum Duschen
Ohne eigenes Bad gehört das Sanitärgebäude zum Tagesablauf. Vor der Buchung nachsehen, wie weit es dorthin ist.
Hunde nicht in jedem Haus
In Mietunterkünften gelten eigene Regeln, und nicht jeder Bungalow ist für Tiere freigegeben. Lieber vorher fragen als vor Ort.