Blockhütte mieten

Eine Blockhütte ist aus liegenden Stämmen oder Bohlen gebaut, die aufeinandergeschichtet und an den Ecken verkämmt sind. Das Holz ist die Wand, innen wie außen, ohne Putz davor. Deshalb riecht es drinnen nach Holz. Vom gewöhnlichen Ferienhaus unterscheidet sie nicht die Größe, sondern die Bauweise, denn eine Blockhütte kann eine einzelne Kammer sein oder ein Haus mit mehreren Schlafräumen. Alte Bauten dieser Art stehen vor allem in den Alpen und im Norden Europas, neue werden heute meist vorgefertigt geliefert und vor Ort aufgesetzt.

Worauf man beim Buchen achtet

Rundstamm oder gefräste Bohle?
Beides heißt Blockhütte. Der Naturstamm bleibt rund und ungleich dick, die gefräste Bohle liegt gerade und wirkt ordentlicher. Auf den Fotos sieht man den Unterschied sofort.
Wie wird geheizt?
Holzofen, Kamin oder Heizkörper an der Wand. Mit Ofen wird es nicht auf Knopfdruck warm, und die Frage ist, ob Holz bereitliegt. Wer im Winter bucht, klärt das vorher.
Ist sie für den Winter gebaut?
Nicht jede Hütte ist gedämmt. Und nicht jede Leitung liegt frostsicher. Manche werden im Herbst abgestellt und erst im Frühjahr wieder geöffnet.
Wie ist es mit Wasser und Bad?
Von der vollständig ausgestatteten Hütte bis zur Trockentoilette mit Waschhaus nebenan gibt es alles. Das liest man vor der Buchung.
Wie weit fährt man, wie weit geht man?
Manche Hütten stehen an der Straße, andere am Ende eines Waldwegs, den im Winter niemand räumt. Dort endet oft auch der Mobilfunk.
Gibt es Netzstrom?
Nicht überall. Kleine Solaranlagen sind auf Licht und das Laden von Telefonen ausgelegt, für Föhn oder Herdplatte reicht längst nicht jede. Wer Geräte mitbringt oder arbeiten will, fragt danach.

Für wen es passt

Gemacht für

Für alle, die gern selbst einheizen. Paare und kleine Familien, denen ein Abend ohne Fernseher nicht zu lang wird. Auch mit Hund geht vieles, wenn der Gastgeber ihn erlaubt und die Hütte frei im Gelände steht.

Eher nichts für

Wer ein Hotel erwartet, wird enttäuscht. Mit Ofen bleibt Heizen Handarbeit, und Empfang gibt es nicht an jedem Waldrand. Barrierefrei sind alte Hütten fast nie, denn der Schwellbalken unter der Tür gehört zur Bauweise.

Woher es kommt

Der Blockbau ist eine der ältesten Holzbauweisen Europas. Am Federsee in Oberschwaben fanden Archäologen Häuser dieser Bauart, die in die Zeit zwischen 2880 und 2505 vor Christus datiert werden. Verbreitet blieb sie dort, wo gerade gewachsene Nadelbäume standen, also im Norden Europas und im Alpenraum. Am Delaware gründeten schwedische und finnische Siedler 1638 eine Kolonie, und auf sie führen Historiker das Bild der log cabin zurück.

Gut zu wissen

  • Der Ofen will bedient werden

    Wo mit Holz geheizt wird, gehören Anzünden und Nachlegen zum Aufenthalt. Ob Scheite bereitliegen oder selbst besorgt werden, sagt der Gastgeber.

  • Wasser im Winter

    Nicht jede Leitung ist frostsicher verlegt, deshalb schließen manche Hütten über die kalten Monate. Wer im Winter sucht, prüft das zuerst.

  • Die letzten Meter

    Der Weg zur Hütte ist nicht immer befestigt und im Winter nicht immer geräumt. Mit tiefem Auto oder Anhänger vorher nach der Zufahrt fragen.