
Camping im Westerwald
Die Fuchskaute misst 657 Meter. Sie ist die höchste Erhebung des Westerwalds, eine Basaltkuppe im Hohen Westerwald, deren Gestein vor rund 25 Millionen Jahren als tertiäres Vulkangestein entstand. Vulkanisch geprägt ist die gesamte Mittelgebirgslandschaft zwischen Rhein, Lahn, Sieg und Dill. Kalk prägt den Taunus, Erz das Siegerland. Hier tragen Basalt und Schiefer des Rheinischen Schiefergebirges die weiten Hochflächen mit ihrem rauen Reizklima. Seit 1962 schützt der rund 470 Quadratkilometer große Naturpark Rhein-Westerwald große Teile der westlichen Hänge zum Rhein. Im Zentrum liegt die Westerwälder Seenplatte, deren größtes stehendes Gewässer der 123 Hektar große Dreifelder Weiher ist. Im Kannenbäckerland um Höhr-Grenzhausen wird der graublaue Ton seit dem 16. Jahrhundert zu salzglasiertem Steinzeug gebrannt, ein Handwerk, das seit 2016 als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Wer zu Fuß unterwegs ist, folgt dem rund 240 Kilometer langen WesterwaldSteig von Herborn bis Bad Hönningen am Rhein, 16 Etappen durch acht Naturräume, darunter die Kroppacher Schweiz und die Seenplatte. Weiher und Talsperren liegen über die Hochflächen verteilt, dazwischen stehen einzelne Basaltkegel über den sanften Kuppen.
41 Plätze und Unterkünfte in dieser Region
Plätze und Unterkünfte in dieser Region
Das Jahr in dieser Region
September: Rotwild-Brunft im Wildpark
Zwischen Mitte September und Mitte Oktober liefern sich die Rothirsche Rangkämpfe und ihr Röhren ist kilometerweit zu hören, auch im Wildpark Westerwald in Gackenbach, der dazu jährlich eine Brunftnacht mit Führung anbietet. Die Tiere nehmen während der Brunft kaum Nahrung auf und zehren von ihren Sommerreserven.
Mitte des Monats geht die Sonne um 7:03 auf und um 19:45 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 41 Minuten Tageslicht.
Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 108 Stationen der Region, typischer Tag.
Touren in dieser Region
Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.
- Wandern
Nord Süd Trail
Abschnitt Herborn - Westerburg
Herborn liegt an der Dill, und von der Altstadt steigt der Weg in den Hohen Westerwald hinauf. Bei Erdbach ist der Untergrund verkarstet, darunter liegen Höhlen. Oben auf der Fuchskaute, dem höchsten Punkt des Westerwalds, trägt Basalt eine Hochfläche aus Weideland, danach folgen die Krombachtalsperre und die enge Holzbachschlucht bei Gemünden.
57,7 km
- Wandern
Nord Süd Trail
Abschnitt Westerburg - Hachenburg
Zwischen Westerburg und Hachenburg reiht sich Wasser aneinander: die Weiher der Westerwälder Seenplatte bei Dreifelden und die Quelle der Wied bei Linden. Danach kommt bei Enspel der Stöffel, ein alter Basaltbruch. Weiter geht es durchs Nistertal nach Bad Marienberg und zuletzt nach Hachenburg.
59 km
- Wandern
Lahnwanderweg - 19.
Abschnitt Bad Ems-Lahnstein
Ab dem Kurhaus in Bad Ems geht es an der Lahn entlang und dann hinauf zum Lemberg, einem alten Weinberg, auf dem heute Burenziegen weiden. Bei Fachbach folgt der Weg dem alten Postweg. Zum Schluss führt er durch die Ruppertsklamm, eineinhalb Kilometer eng zwischen Fels und Wasser, bis die Lahn bei Niederlahnstein den Rhein erreicht.
15,6 km
- Radfahren
Westerwald-Lahn-Radweg
Quer durch den Westerwald, von der Sieg bei Wissen bis an die Lahn nach Bad Ems. Zwischen Gebhardshain, Hachenburg, den Weihern bei Dreifelden und Montabaur geht es immer wieder hinauf und danach ins nächste Tal hinunter. Die Hochflächen dazwischen sind offen und weit.
61,4 km1268 Höhenmeter
- Radfahren
Wiedradweg
Die Wied entspringt bei Linden, und der Radweg begleitet sie von dort bis zur Mündung in den Rhein bei Neuwied. Meist geht es talabwärts. Oben liegt noch der Dreifelder Weiher, der größte der Westerwälder Seen, weiter unten wird das Tal enger und grüner, über Steinebach und Ingelbach nach Waldbreitbach und Altwied.
97,4 km
- Langlauf
Westerwaldloipe
Von Bad Marienberg zieht die Spur über Lautzenbrücken und Nisterberg hinauf zur Fuchskaute, mit 657 Metern der höchste Punkt des Westerwalds. Unter dem Schnee liegt Basalt aus einer weiten Decke alter Lavaströme, aus der die Erosion diese Kuppe herausgearbeitet hat. Oben ist es weit und offen.
17,6 km
Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.
Tiere, die man hier trifft
April bis JuniRothalstaucher
Am Dreifelder Weiher in der Westerwälder Seenplatte brütet die einzige Rothalstaucher-Population in Rheinland-Pfalz. Von der Beobachtungsplattform am Ufer erkennt man die Vögel an der rostroten Halsfärbung und den hellen Wangenflecken. Zwischen April und Juni ist ihr schrill wiehernder Balzruf über dem Wasser zu hören, während die Paare mit der Eiablage beginnen.
September bis NovemberRothirsch
Im Wildpark Westerwald in Gackenbach lässt sich die herbstliche Hirschbrunft aus nächster Nähe verfolgen. Der Park bietet dazu eigene Führungen an, bei denen sich die Rothirsche am mächtigen Geweih und der kräftigen rotbraunen Statur erkennen lassen. Zwischen Mitte September und Mitte Oktober liefern sich die Hirsche laute Rangkämpfe um die Weibchen, ihr Röhren ist weithin über den Park zu hören.
September bis NovemberKranich
Über dem Gelbachtal im Westerwald ziehen im Herbst große Schwärme aus mehreren hundert Kranichen hinweg, der Höhepunkt liegt im Oktober. Die großen grauen Vögel sind an den langen Hals- und Beinlinien sowie ihrem trompetenden Ruf zu erkennen, der schon von weitem zu hören ist. Rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind sie am aktivsten und lassen sich dann am besten beobachten.
November bis FebruarBiber
An der Nister in der Kroppacher Schweiz haben sich in den vergangenen Jahren wieder Biber angesiedelt. Wenn im November das Laub an den Ufergehölzen fällt, werden angenagte Weiden und Erlen sowie Trittsiegel im weichen Uferschlamm gut sichtbar. Die dämmerungsaktiven Tiere selbst bekommt man selten zu Gesicht, ihre Spuren verraten sie aber das ganze Winterhalbjahr über.
Bilder: Freepik
Anreise
- 0 Std. 30 Min.Koblenz
- 1 Std. 15 Min.Köln
- 1 Std. 15 Min.Frankfurt am Main
- 5 Std. 00 Min.München
- 5 Std. 00 Min.Hamburg
- 6 Std. 15 Min.Berlin
Gut zu wissen
Feuer im Wald, je nach Bundesland
Im Wald und bis 100 Meter davor darf in Rheinland-Pfalz nur mit Genehmigung des Forstamts Feuer entzündet werden, und Rauchen ist dort ganzjährig untersagt. Im hessischen Teil des Westerwalds bleibt Feuer den offiziellen Feuerstellen vorbehalten, das Rauchverbot gilt von März bis Oktober. Der Naturpark rät ganz vom Feuer ab.
Leinenpflicht in den Naturschutzgebieten
In den Naturschutzgebieten des Naturparks Rhein-Westerwald müssen Hunde angeleint bleiben. Auch die Wege darf dort weder Mensch noch Hund verlassen. Am Wiesensee gibt es eigene Zugänge zum Hundebaden. Sonst gilt an den Seen, was die jeweilige Gemeinde festlegt.
Naturschutzgebiet Dreifelder Weiher
Am Dreifelder Weiher, seit 1983 Naturschutzgebiet, sind Baden, Bootfahren und das Betreten der Schilf- und Wasserflächen untersagt. Fotografieren und Filmen der brütenden Rothals- und Schwarzhalstaucher ist nur von der eingerichteten Beobachtungsplattform aus erlaubt.
Baden nur an ausgewiesenen Stellen
Offiziell zum Baden freigegeben sind im Westerwaldkreis der Waldsee Maroth, die Klingelwiese bei Maxsain, der Postweiher bei Freilingen und die Krombachtalsperre bei Rehe, deren Wasser während der Badesaison monatlich auf Bakterien geprüft wird. An der Krombachtalsperre sind Baden und Camping auf das Gelände des dortigen Campingplatzes beschränkt.
Camping an der Krombachtalsperre
Übernachten mit Wohnmobil oder Zelt ist an der Krombachtalsperre nur auf dem bewirtschafteten Campingplatz zwischen Rehe und Driedorf-Mademühlen gestattet, Tagesgäste erreichen Liegewiese und Sandstrand über das Platzgelände. Wassersport ist auf ausgewiesene Zonen beschränkt, um die Vogelschutzbereiche der Talsperre zu schonen.
Ein- und Ausstiegsstellen auf der Lahn
Kanuten nutzen zwischen Nassau und Lahnstein ausgewiesene Ein- und Ausstiegsstellen wie die Straßenbrücke in Nassau. Bei Dausenau und kurz vor der Lahnmündung in Lahnstein führt die Strecke durch Wehre mit Schleusen, in die rechts eingefahren wird.
Geschützte Landschaften
- Naturpark
- NassauRhein-WesterwaldSiebengebirge
Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Über diese Region
Der Westerwald liegt zwischen Rhein, Lahn, Sieg und Dill und ist geprägt von Basaltkegeln, Weihern und Talsperren. Rund um Höhr-Grenzhausen wird seit dem 16. Jahrhundert Ton zu Steinzeug verarbeitet. Campingplätze liegen an den Weihern, Stellplätze im Kannenbäckerland.
Am vollsten ist der Sommer an der Krombachtalsperre, ruhiger werden Frühling und Herbst mit dem Kranichzug. Wann ein Platz geöffnet hat, steht im Kalender des Angebots.