
Camping im Weserbergland
Das Weserbergland beginnt dort, wo Werra und Fulda bei Hann. Münden zur Weser zusammenfließen, und zieht sich als bewaldetes Hügelland nordwärts bis Rinteln. Kalksteinkämme wie Ith, Süntel, Vogler und Solling geben dem Gebiet sein Relief, der Solling erreicht mit der Großen Blöße über 500 Meter Höhe. Entlang des Flusses reihen sich Fachwerkstädte im Stil der Weserrenaissance: Hameln, Bodenwerder als Geburtsstadt des Freiherrn von Münchhausen und Höxter mit dem karolingischen Westwerk des Klosters Corvey, seit 2014 UNESCO-Welterbe. Auf Schloss Fürstenberg an der Weser wird seit 1747 Porzellan gebrannt, in der zweitältesten Manufaktur im deutschsprachigen Raum. Der Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln, 1975 gegründet, sichert allein rund 1000 Quadratkilometer der Landschaft, während südlich davon der Naturpark Solling-Vogler die Wälder um Holzminden schützt. Diese enge Folge von Flusstal und Fachwerkstadt, dazu die geschlossenen Buchenwälder auf den Kämmen darüber, unterscheidet das Weserbergland von den flacheren Regionen ringsum.
Das Jahr in dieser Region
September: Rotwildbrunft im Wildpark Neuhaus
Von Mitte September bis Anfang Oktober röhren im Solling die Rothirsche, und der Wildpark Neuhaus bietet dazu öffentliche Brunftführungen an, bei denen ein Wildpark-Team die Balz der Tiere erklärt. Anmeldungen sind schon ab August möglich, weil die Führungen wegen der großen Nachfrage begrenzt sind.
Mitte des Monats geht die Sonne um 6:57 auf und um 19:39 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 43 Minuten Tageslicht.
Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 98 Stationen der Region, typischer Tag.
Touren in dieser Region
Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.
- Radfahren
Weser-Radweg
In Hann. Münden treffen Werra und Fulda zusammen. Von dort bleibt der Radweg dem Fluss im engen Tal des Weserberglands zur Seite, überwiegend auf Asphalt und fast ohne Steigung, zwischen bewaldeten Hängen. Unterwegs liegen Höxter, Bodenwerder und Hameln mit den Giebeln der Weserrenaissance, dazu Bad Karlshafen, das Landgraf Carl 1699 als barocke Planstadt anlegen ließ.
523,4 kmMehrtagestour
- Radfahren
Schaumburger Land - Schlösser und Herrensitze
Los geht es auf dem Marktplatz in Bückeburg, das Residenzschloss im Rücken. Danach führen Wirtschaftswege und ruhige Nebenstraßen durch das Schaumburger Land, vorbei an Bad Eilsen, der Arensburg, der Schaumburg und an Gut Exten und Möllenbeck bei Rinteln. Es rollt ruhig, mit Anstiegen zu den Burgen.
53,4 km
- Wandern
Upland-Weserbergland-Weg
Vom Hochsauerland bis an die Weser, quer durch Nordhessen. Unterwegs nimmt der X6 die Diemelquelle mit und zieht über Korbach, Bad Arolsen und Volkmarsen weiter nach Hofgeismar. Zwischen den Orten liegen Wald und offene Hochflächen, am Ende wartet Veckerhagen unten am Fluss.
128,4 kmMehrtagestour
- Wandern
Weg der Blicke
Neun Abschnitte durch das nordlippische Bergland. Vom Krubberg und vom Kleeberg fällt der Blick über das Kalletal nach Lemgo, von Goldbeck aus bei klarer Luft bis zum Wiehengebirge und zur Porta Westfalica. Zum Schluss öffnet sich das Begatal mit den Schlössern Barntrup und Wendlinghausen.
134,6 kmRundtourMehrtagestour
- Wandern
Hessenweg 11- Dornröschen-Route
Nach dem Märchen benannt, führt die Route von Gensungen an der Eder über Gudensberg und Niedenstein nach Kassel und weiter durch den Reinhardswald bis an die Weser nach Bad Karlshafen. Der Reinhardswald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Hessens, und mittendrin steht die Sababurg, die als Dornröschenschloss gilt. Weicher Waldboden, viel Schatten.
114,8 kmMehrtagestour
- Mountainbike
Naturpark Solling-Vogler, Tour 2
Abschnitt Rund um den Vogler
Start ist der Stauweiher in Eschershausen. Die Runde um den Vogler läuft überwiegend auf Schotter und Waldboden, mit ein paar Asphaltstücken dazwischen, und zwischen der Weser bei Bodenwerder und den Höhen sammeln sich fast neunhundert Höhenmeter. Oben auf dem Ebersnacken steht ein Turm, von dem aus das halbe Weserbergland zu sehen ist.
36,4 kmRundtour
- Langlauf
Loipe Hochsooling 3A
Gespurt wird im Hochsolling rund um Neuhaus und Silberborn, ehrenamtlich von den Vereinen der beiden Orte. Die Loipen liegen zwischen 350 und 520 Metern auf der Buntsandsteinhochfläche, die 3A gehört mit gut vier Kilometern zu den kurzen. Still ist es dort oben.
4,5 km
Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.
Tiere, die man hier trifft
Februar bis JuniUhu
An den Kalkfelsen des Ith bei Bisperode und Lüerdissen brütet von Februar an wieder der Uhu, unter anderem an der Bremker und der Dohnser Klippe. Die großen orangefarbenen Augen und die aufgestellten Federohren sind gut zu erkennen, dazu der tiefe Ruf, der in der Dämmerung weit über die Felswände trägt. Bis in den Frühsommer ziehen die Paare hier ihre Jungen groß, weshalb mehrere Kletterrouten in dieser Zeit ruhen.
September bis OktoberRothirsch
Im Wildpark Neuhaus im Solling röhren von Mitte September bis Anfang Oktober die Rothirsche zur Brunft. Die Hirsche tragen jetzt ihr volles Geweih und das rotbraune Fell, der tiefe Ruf ist schon von weitem zu hören. Ein Team des Wildparks führt bei den Brunftführungen zu den besten Beobachtungsstellen und erklärt die Balz der Tiere.
Oktober bis NovemberKranich
Von den offenen Kammlagen des Ith, etwa bei Coppenbrügge, ziehen im Oktober und November lange Ketten von Kranichen über das Weserbergland Richtung Süden. Am ausgestreckten Hals und den weit vorgestreckten Beinen im Flug sind sie schon von weitem als Kraniche zu erkennen, dazu ihre trompetenden Rufe. Am besten lassen sich die Formationen in der Morgen- und Abenddämmerung beobachten, wenn der Hauptschwarm von den norddeutschen Sammelplätzen weiterzieht.
ganzjährigWisent
Im Wisentgehege Springe am Deister lässt sich das ganze Jahr über der Wisent auf dem sechs Kilometer langen Rundweg beobachten. Der massige Schulterhöcker, das struppige braune Fell und die kurzen, nach innen gebogenen Hörner unterscheiden ihn auf den ersten Blick vom Hausrind. Die Tiere grasen in großen Gehegen, die Besucher zu Fuß umrunden, vorbei auch an Wölfen und Przewalski-Pferden.
Bilder: Freepik
Anreise
- 1 Std. 15 Min.Bielefeld
- 2 Std. 45 Min.Frankfurt am Main
- 2 Std. 45 Min.Köln
- 3 Std. 00 Min.Hamburg
- 4 Std. 15 Min.Berlin
- 5 Std. 45 Min.München
Gut zu wissen
Kletterverzicht zur Brutzeit
An den Kalkfelsen des Ith gelten vom 1. Februar bis zum 31. Juli an einzelnen Wänden Kletterverbote, damit Uhu und Wanderfalke ungestört brüten können. Die betroffenen Routen sind vor Ort ausgeschildert und werden mit der Ökologischen NABU-Station Oberes Wesertal abgestimmt.
Vorfahrt für die Schifffahrt
Auf der Oberweser hat die Berufsschifffahrt Vorfahrt vor Kanus und Kajaks, bei Begegnungen weicht man zur Innenkurve hin aus. Ein- und Ausstiegsstellen sind mit der "Gelbe Welle" markiert, das erste Hindernis für Paddler ist das Hamelner Wehr bei Flusskilometer 134,8, das über eine Schleuse oder die Bootsgasse umgangen wird.
Leinenpflicht in Feld und Wald
Im Landkreis Hameln-Pyrmont gilt vom 1. April bis 15. Juli Leinenpflicht in der freien Landschaft, in Naturschutzgebieten wie dem Schweineberg das ganze Jahr über. Grundlage ist Paragraf 33 des niedersächsischen Wald- und Landschaftsordnungsgesetzes, das dem Schutz von Wildtieren und ihrem Nachwuchs dient.
Stellplätze am Weser-Ufer
Entlang des Weser-Radwegs liegen zahlreiche Reisemobilstellplätze direkt am Fluss, etwa der Stellplatz in Bad Karlshafen mit 51 ebenen Flächen am rechten Weserufer. Eine laufend aktualisierte Übersicht führt die offizielle Infozentrale des Weser-Radwegs.
Feuerstellen der Landesforsten
Im Hochsolling betreiben die Niedersächsischen Landesforsten an der Wagenburg bei Neuhaus geregelte Feuerstellen, an denen Feuerholz und Grillkohle gegen Gebühr bereitgestellt werden. Ein Spielplatz mit Grillhütte im nahen Hutewald ergänzt das Angebot für Tagesgäste.
Fähren statt Brücken
Zwischen Hann. Münden und Porta Westfalica ersetzen noch 13 Fähren fehlende Brücken über die Weser, sechs davon befördern ausschließlich Personen und Fahrräder. Im Weserbergland gehören dazu die Fähren Wehrden-Fürstenberg und Wahmbeck-Gewissenruh.
Geschützte Landschaften
Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Über diese Region
Das Weserbergland liegt zwischen Hann. Münden und Rinteln, ein bewaldetes Hügelland mit Kalksteinkämmen wie Ith, Süntel und Solling. Am Fluss liegen Fachwerkstädte wie Hameln und Höxter, umgeben von den Naturparks Weserbergland und Solling-Vogler. Stellplätze findest du am Weserufer, Campingplätze auch mitten im Wald.
Am vollsten ist der Sommer mit Kanu-Hochsaison auf der Oberweser, am ruhigsten der Winter. Wann ein Platz geöffnet hat, steht im Kalender des Angebots.