Tiny House mieten

Ein Tiny House ist ein kleines Haus, in dem alles zum Wohnen zusammenrückt. Viele stehen auf einem Anhänger, andere auf einem Fundament, und beide heißen so. Oft hat es ein Satteldach und eine Holzverkleidung, dazu große Fenster, die den Raum weiter wirken lassen. Häufig liegt der Schlafplatz als Empore unter dem Dach. Vom Mobilheim unterscheidet es der Zuschnitt: Das Mobilheim ist breit und flach und bleibt, wo es einmal abgestellt wurde, während die Häuser auf dem Anhänger schmal und hoch gebaut sind, damit sie über die Straße passen.

Worauf man beim Buchen achtet

Auf Rädern oder auf einem Fundament?
Beides wird als Tiny House vermietet. Auf dem Anhänger liegt der Boden höher, man geht über Stufen hinein. Auf einem Fundament kann der Eingang ebenerdig sein, und für manche Gäste entscheidet genau das.
Wie kommt man ins Bett?
Liegt der Schlafplatz auf einer Empore, führt eine Leiter oder eine steile Treppe hinauf, und die Höhe unter dem Dach ist knapp. Andere Häuser haben das Bett auf Bodenhöhe. Wer nachts aufsteht, merkt den Unterschied sofort.
Ist ein Bad an Bord?
Nicht jedes Tiny House hat eines. Und wo eines eingebaut ist, unterscheidet sich die Toilette: Spülung oder Trockentrenntoilette. Beides funktioniert, man sollte nur wissen, was einen erwartet.
Ist es wintertauglich?
Dämmung, Heizung und eine frostsichere Wasserleitung entscheiden darüber. Manche Gastgeber vermieten nur von Frühjahr bis Herbst und stellen im Winter das Wasser ab. Wer im Januar buchen will, fragt danach.
Was kann die Küche?
Von einer kleinen Kochplatte bis zum Backofen ist alles möglich. Auf wenig Fläche ist jedes Gerät eine Entscheidung des Erbauers, deshalb unterscheiden sich zwei gleich große Häuser stark. Die Ausstattungsliste ist hier die einzige verlässliche Quelle.

Für wen es passt

Gemacht für

Paare und kleine Familien, die eine eigene Tür wollen. Weil Küche und meist auch ein Bad an Bord sind, funktioniert auch eine ganze Woche gut. Und wer überlegt, selbst klein zu wohnen, macht hier die Probe.

Eher nichts für

Die Grundfläche bleibt klein, daran ändert gute Planung nichts. Wo der Schlafplatz auf der Empore liegt, geht es über eine Leiter oder eine steile Treppe hinauf, und das schließt einige Gäste aus. Mehrere Erwachsene, die abends jeder ihre Ruhe brauchen, sitzen hier eng beieinander.

Woher es kommt

Die Idee kommt aus den USA. 1998 warb die Architektin Sarah Susanka in ihrem Buch The Not So Big House dafür, kleiner statt größer zu bauen. 1999 setzte Jay Shafer ein Haus auf einen Anhänger und gründete die Tumbleweed Tiny House Company, die bald auch Baupläne und Bauanleitungen für den Selbstbau verkaufte. Eine verbindliche Größengrenze hat der Begriff bis heute nicht.

Gut zu wissen

  • Die Leiter zur Empore

    Zur Schlafempore führt eine Leiter oder eine Steiltreppe. Mit kleinen Kindern oder schlechten Knien sieht man das vor der Buchung nach.

  • Wasser hat Grenzen

    Ein Tiny House hängt an der Leitung oder am Tank. Beim Tank ist der Vorrat begrenzt, und das Abwasser braucht ebenfalls einen Platz.

  • Die Räder täuschen

    Auch auf dem Anhänger steht es fest. Anreise und Parken laufen wie bei jeder anderen Unterkunft auf dem Gelände.