Camping im Thüringer Wald

Der Thüringer Wald ist ein schmaler Kamm. Über rund 70 Kilometer zieht er von Nordwest nach Südost, vom Werratal bei Eisenach bis zu den Tälern von Schleuse und Wohlrose südöstlich von Ilmenau, und breiter als 14 Kilometer wird er dabei selten. Der höchste Punkt ist der Große Beerberg mit 982,9 Metern, dicht gefolgt vom benachbarten Schneekopf. Über den gesamten Kamm läuft der Rennsteig. Auf 169,3 Kilometern zwischen Hörschel und Blankenstein gilt er als ältester und bekanntester Höhenwanderweg Deutschlands und folgt zugleich der Wasserscheide zwischen Elbe, Main und Rhein, die am Dreistromstein bei Siegmundsburg markiert ist. In der Mitte des Gebirges liegt das Vessertal, 1979 als erstes Biosphärenreservat Deutschlands ausgewiesen. Heute umfasst das UNESCO-Biosphärenreservat 337 Quadratkilometer zwischen Suhl, Oberhof, Ilmenau und Schleusingen. Dichte Fichtenforste wechseln mit naturnahen Bergmischwäldern und Bachtälern, dazu kommen die namensgebenden Bergwiesen. So kommt das Gebirge zu seinem Ruf als eines der wald- und wasserreichsten Mittelgebirge Ostdeutschlands.

20 Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Das Jahr in dieser Region

September: Rotwild tritt zur Brunft an

Im September beginnt am Rennsteig die Hirschbrunft, ihren Höhepunkt erreicht sie im Oktober. Von der Beobachtungsplattform in Frauenwald lassen sich die röhrenden Hirsche bei geführten, zwei- bis dreistündigen Touren aus der Nähe erleben.

Mitte des Monats geht die Sonne um 6:52 auf und um 19:33 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 41 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 81 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Radfahren

    Rennsteig-Radwanderweg

    Von Hörschel an der Werra bis Blankenstein an der Saale hält sich die Route an den Kamm des Thüringer Waldes, weicht aber den steilsten Stücken des Wanderwegs aus. Knapp die Hälfte ist asphaltiert, der Rest sind Forstwege durch Fichten und Buchen. Flach ist das nirgends.

    199 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Ilmtal-Radweg

    Der Radweg folgt der Ilm von Allzunah nahe der Quelle bis zu ihrer Mündung in die Saale bei Kaatschen-Weichau. Oben im Thüringer Wald ist der Fluss noch schmal. Weiter unten weitet sich das Tal, es kommen Ilmenau und Weimar, und gefahren wird überwiegend auf Asphalt abseits der Hauptstraßen.

    121,1 km

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  • Wandern

    Rhön-Rennsteig-Weg

    Start ist die Wasserkuppe, der höchste Berg der Rhön. Über den Heidelstein geht es am Roten und am Schwarzen Moor vorbei und dann über die frühere innerdeutsche Grenze nach Thüringen. Dort folgen die freistehenden Kuppen von Geba und Dolmar, ehe der Thüringer Wald beginnt und der Weg in Oberhof endet.

    97,3 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Wanderweg der Deutschen Einheit

    Abschnitt Neustadt am Rennsteig – Hörschel

    Der thüringische Abschnitt des Wegs von Görlitz nach Aachen zieht vom Kamm bei Neustadt am Rennsteig hinunter nach Hörschel, wo auch der Rennsteig anfängt. Er nutzt bestehende Wege der Wandervereine und bleibt lange im Wald des Thüringer Waldes. Am Ende steht man an der Werra.

    89,5 kmMehrtagestour

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  • Mountainbike

    MTB-Strecke Rennsteig

    Neunzehn Schleifen kreuzen den Rennsteig immer wieder, zwischen Hörschel an der Werra und Blankenstein an der Saale. Fast die Hälfte davon ist Schotter. Vom Werratal auf knapp zweihundert Metern zieht die Strecke hinauf an den Schneekopf, ihr höchster Punkt liegt dort auf neunhundertsechzig Metern, dazwischen naturbelassene Pfade durch den Fichtenwald.

    239 kmMehrtagestour

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  • Langlauf

    Loipe Friedrichshöhe - Masserberg

    Die Runde startet am Kurpark von Masserberg auf siebenhundertachtzig Metern und zieht über die Hochfläche am Rennsteig. Die Spuren sind breit, gesetzt für klassisch und Skating. Vorbei geht es an der Heidehütte, der Rennsteigwarte und der Eisfelder Ausspanne, immer zwischen siebenhundertvierzig und achthundertvierzig Metern, meist im Fichtenwald.

    16,4 km177 HöhenmeterRundtour

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  • Kanu

    Kanuwandern auf der Werra

    Zwischen Schwallungen und Sallmanshausen öffnet sich das Werratal breit, mit den Kuppen der Vorderrhön auf der einen und den Hügeln des Thüringer Waldes auf der anderen Seite. Der Fluss zieht in weiten Bögen durch Wiesen, bei Bad Salzungen wird die Aue jedes Jahr überflutet und Salzquellen treten aus. An den Wehren wird das Boot getragen.

    176,6 kmMehrtagestour

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Von der Beobachtungsplattform in Frauenwald am Rennsteig lässt sich das Rotwild bei geführten Touren aus der Nähe erleben. Im September und Oktober tritt hier die Brunft ein, kräftige Hirsche mit ausladendem Geweih röhren in der Dämmerung um die Kühe. Die Rufe tragen weit über die Lichtungen des Biosphärenreservats.

  • April bis August

    Schwarzstorch

    In den alten Fichtenbeständen des Forstamts Finsterbergen bei Friedrichroda brütet der Schwarzstorch zurückgezogen und weit ab von Wegen. Anders als sein weißer Verwandter meidet er die Nähe der Dörfer, sein Gefieder wirkt aus der Ferne fast schwarz, nur der Bauch bleibt weiß. Von April bis August setzt die Forstverwaltung dort die Holzernte aus, damit die störungsempfindlichen Vögel ihre Jungen in Ruhe aufziehen können.

  • April bis September

    Feuersalamander

    In den klaren Bächen der Vessertal-Kernzone bei Schmiedefeld setzen Feuersalamander-Weibchen nach Frühjahrsregen ihre Larven ab. Das glänzend schwarze Tier mit den leuchtend gelben Flecken zeigt sich am ehesten bei feuchtem Wetter, tagsüber verborgen im Laub der Bachtäler. Die artenreiche Bachfauna des Vessertals bietet den Larven bis zum Spätsommer gute Bedingungen zum Heranwachsen.

  • April bis Oktober

    Biber

    An der Werra bei Bad Salzungen lässt sich der Biber vor allem in der Dämmerung blicken. Sein breiter, schwarzer Schwanz verrät ihn beim Abtauchen, am Ufer weisen angenagte Weiden und Pappeln auf seine Reviere hin. Von April bis Oktober ist er hier regelmäßig aktiv und sammelt Zweige und Rinde als Nahrung.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 1 Std. 15 Min.Erfurt
  • 3 Std. 15 Min.Frankfurt am Main
  • 4 Std. 15 Min.Berlin
  • 4 Std. 15 Min.Köln
  • 4 Std. 30 Min.München
  • 5 Std. 00 Min.Hamburg

Gut zu wissen

  • Kein offenes Feuer im Wald

    Das Thüringer Waldgesetz verbietet offenes Feuer im Wald und im Umkreis von 100 Metern. Erlaubt sind allein die von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten Feuerstellen. Auch Rauchen ist im Wald und auf Waldwegen untersagt, und zwar das ganze Jahr.

  • Ganzjährige Leinenpflicht im Wald

    Im Wald gilt ganzjährig die Leinenpflicht. Das Thüringer Waldgesetz erstreckt sie auch auf Waldwege, Waldwiesen und Lichtungen, ausgenommen sind allein Jagdhunde im Einsatz. In Ortslagen wie Oberhof regeln die Gemeinden, wo der Hund frei laufen darf.

  • RennsteigShuttle zum Bahnhof Rennsteig

    An Wochenenden und Feiertagen fährt das RennsteigShuttle von Erfurt über Arnstadt und Ilmenau bis zum Bahnhof Rennsteig auf 747 Metern. Der Abschnitt ab Stützerbach zählt mit über 60 Promille Neigung zu den steilsten Bahnstrecken Deutschlands. Das Wandergebiet beginnt am Bahnsteig.

  • Baden an der Lütschetalsperre

    Die Lütschetalsperre bei Frankenhain ist von Juni bis Ende Oktober zum Baden freigegeben und verfügt über einen Sandstrand sowie einen Ruderbootverleih. Die Alte Tambacher Talsperre, die Schmalwassertalsperre und die Ohratalsperre bei Luisenthal sind dagegen nicht zum Baden freigegeben.

  • Campingplatz an der Lütsche

    Direkt an der Lütschetalsperre bei Frankenhain liegt ein Campingplatz mit Ferienhäusern und gastronomischen Einrichtungen. Der 1938 in Betrieb genommene See dient heute vor allem der Naherholung.

  • Schutz der Schwarzstorch-Horste

    Der Schwarzstorch brütet zurückgezogen in alten Fichtenbeständen des Thüringer Waldes, etwa im Forstamt Finsterbergen, wo die Forstverwaltung die Holzernte während der Brutzeit aussetzt. Als besonders störungsempfindliche Art braucht er im Umfeld bekannter Horste Ruhe.

  • Rücksicht während der Auerhahnbalz

    Im Frühjahr balzen die seltenen Auerhähne in den Wäldern um Frauenwald an angestammten Plätzen im Morgengrauen. Die kleine, vom Aussterben bedrohte Population wird seit einigen Jahren durch ausgewilderte Vögel aus Schweden gestützt, Balzplätze gelten deshalb als besonders schützenswert.

Geschützte Landschaften

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Der Thüringer Wald zieht sich als schmaler Gebirgskamm vom Werratal bei Eisenach bis nach Ilmenau, mit dem Rennsteig auf dem Kamm und dem Biosphärenreservat Vessertal im Zentrum. Gebucht werden hier Stellplätze und Campingplätze in Orten wie Masserberg, Oberhof und Frauenwald.

Voll wird es von Juni bis Oktober, wenn die Lütschetalsperre bei Frankenhain zum Baden freigegeben ist, ruhiger sind Frühling und Spätherbst. Rund um Masserberg und Oberhof öffnen die Gastgeber mit dem ersten Schnee für die Wintersaison.

Häufige Fragen