Camping im Teutoburger Wald

Der Teutoburger Wald ist ein schmaler Höhenzug. Er zieht sich vom Osnabrücker Land über Bielefeld bis zur Egge. An seinem Südwestfuß liegt die Senne, eine Sandlandschaft aus Binnendünen, Heideflächen und Quellbächen, die zusammen mit dem Truppenübungsplatz das größte zusammenhängende FFH- und Vogelschutzgebiet Nordrhein-Westfalens bildet. Bergkamm und Sandebene liegen hier unmittelbar nebeneinander. Nach Westen schließt das flache Münsterland an, nach Osten das Weserbergland. Sandsteinformationen wie die Externsteine und die Dörenther Klippen gehören dazu, am Eggehang außerdem Hochmoore. Sieben Heilbäder haben der Region den Namen Heilgarten Deutschlands eingetragen.

Das Jahr in dieser Region

September: Schafbeweidung der Bergheide am Kamm

Im Frühherbst zieht die Schafherde der Biologischen Station Lippe auf die Bergheide am Knickenhagen, um die dort zuletzt erweiterten Heiderelikte offen zu halten. Diese Kammheide mit Besenheide, Wacholder und Blaubeere unterscheidet sich deutlich von der Sandheide der Senne und ähnliche Bestände finden sich auch auf der Lippischen Velmerstot. Ohne Beweidung oder vergleichbare Pflege wachsen solche Flächen binnen weniger Jahre mit Sträuchern und Bäumen zu.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:00 auf und um 19:43 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 43 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 157 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Hermannsweg

    Von Rheine bis zur Velmerstot läuft der Weg über den Kamm des Teutoburger Waldes, meist auf schmalen Pfaden im Buchenwald. Darunter liegt Osning-Sandstein. An den Dörenther Klippen tritt er als freistehende Wand aus dem Hang, später folgen Schloss Iburg, die Sparrenburg über Bielefeld, das Hermannsdenkmal und die Externsteine.

    166,1 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Eggeweg

    Der Eggeweg zieht von den Externsteinen südwärts über den Kamm des Eggegebirges bis nach Marsberg, markiert mit dem weißen Andreaskreuz des Fernwanderwegs E1. Zwischen den Buchen öffnen sich immer wieder Aussichten. Unterwegs liegen die Doppelkuppe der Velmerstot, das enge Silberbachtal mit der Silbermühle, der Aussichtsturm Bierbaums Nagel und die Ruine der Iburg bei Bad Driburg.

    73,8 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Velmerstot-Route

    Ab Leopoldstal geht es hinauf auf die Velmerstot, die höchste Erhebung des Eggegebirges. Oben wird der Wald licht, und schmale Pfade führen zwischen Heide und Sandsteinblöcken über das Plateau zum hölzernen Eggeturm. Abwärts durchs Silberbachtal begleitet der Bach den Weg.

    8,2 kmRundtour

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  • Wandern

    TERRA.track "Freedenblüte"

    Die Runde am Kleinen Freeden bei Bad Iburg führt durch Kalkbuchenwald über einen Kamm, der nach beiden Seiten steil abfällt. Der Kalkstein darunter ist versteinerter Meeresboden. An der Felswand beim Wanderparkplatz liegt er offen, und im April überzieht der Hohle Lerchensporn den Hang lilaweiß, dazwischen Buschwindröschen und Bärlauch. Wie weit die Blüte ist, zeigt das Freedometer des Naturparks TERRA.vita.

    8,3 kmRundtour

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  • Wandern

    Teutoschleife Dörenther Klippen

    Oberhalb von Ibbenbüren steht eine gut vier Kilometer lange Felsreihe aus Osning-Sandstein im Wald, bis zu vierzig Meter hoch. Der Sand dafür stammt aus der Kreidezeit. Der Pfad führt an den Klippen entlang, vorbei am Hockenden Weib und am Dreikaiserstuhl, und öffnet sich immer wieder nach Süden über das Münsterland.

    9,5 kmRundtour

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  • Wandern

    Viadukt-Wanderweg

    Rund um Altenbeken läuft der Weg überwiegend durch Buchenwald, immer wieder mit Blick auf das Viadukt von 1853. Die Brücke aus vierundzwanzig Kalksteinbögen ist 482 Meter lang und bis zu 35 Meter hoch. Los geht es am Egge-Museum mit der alten Dampflok.

    28,5 km

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  • Radfahren

    BahnRadRoute Teuto - Senne Hauptroute

    Zwischen Osnabrück und Paderborn hält sich die Route an zwei Bahnlinien: den Haller Willem und die Sennebahn. Wer mag, steigt unterwegs in den Zug. Die Wegweisung der Route wurde 2024 abgebaut, gefahren wird seitdem nach GPS-Track, und beide Bahnen fahren weiter. Bis auf die Querung des Teutoburger Waldes zwischen Hagen und Bad Iburg bleibt es flach, und am Ende stehen Schloss Neuhaus mit seinem Barockgarten und der Paderborner Dom.

    149,6 km

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  • Radfahren

    EmsRadweg

    Die Ems entspringt in der Senne zwischen Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock, und der Radweg begleitet sie von dort bis zur Mündung bei Emden. Steigungen gibt es kaum. Aus dem kleinen Bach wird über Münsterland und Emsland ein breiter Strom, gefahren wird fast durchweg auf Asphalt, auf Nebenstraßen und eigenen Radwegen abseits des Verkehrs.

    380,3 kmMehrtagestour

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • Januar bis Dezember

    Uhu

    An den Externsteinen bei Horn-Bad Meinberg brütet der Uhu seit 2006 erfolgreich, weitere Reviere liegen in aufgelassenen Steinbrüchen am Kamm des Teutoburger Waldes. Mit Federohren und orangeroten Augen ist er unverkennbar, als größte Eule Europas erreicht er eine Flügelspannweite von bis zu 1,70 Metern. Um die Weihnachtszeit tragen die tiefen Balzrufe des Männchens in ruhigen Abendstunden weit über das Tal.

  • Mai bis Oktober

    Senner Pferd

    Auf der Wildbahn im Naturschutzgebiet Moosheide bei Hövelhof weidet die Herde frei zwischen Binnendünen und Heideflächen, gut einsehbar vom Ems-Erlebnisweg und vom Heideland-Rundwanderweg aus. Anfang Mai treibt die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne die Tiere aus dem Winterquartier auf die Sommerweide, wo sie bis zum Umzug an den Güsenhofsee im Oktober bleiben. Die Senner sind eine alte Landpferderasse und keine Wildpferde, auch wenn sie das ganze Jahr im Freien leben.

  • März bis Juli

    Heidelerche

    Auf den offenen Heide- und Sandflächen des Naturschutzgebiets Moosheide gilt die Heidelerche als Charakterart der Senne. Im Flug ist der kurze Schwanz auffällig, dazu der weiße Überaugenstreif, der sich im Nacken trifft. Ab März steigt das Männchen singend in großen Kreisen auf und lässt seinen fließenden, melodischen Gesang bis weit in den Juli hinein über der Heide hören.

  • Januar bis Dezember

    Raubwürger

    Im Winterhalbjahr sitzt der Raubwürger weithin sichtbar auf einzelnen Bäumen und Zaunpfählen über den offenen Flächen der Senne und der Paderborner Hochfläche, gute Beobachtungspunkte liegen am Rand der Moosheide bei Hövelhof. Grau und schwarz gefärbt, mit einer schwarzen Maske um die Augen und einem kräftigen Hakenschnabel, ist er von weitem an seiner aufrechten Haltung auf der Warte zu erkennen. Von dort aus späht er nach Mäusen und kleinen Vögeln und schlägt im schnellen Sturzflug zu.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 0 Std. 15 Min.Bielefeld
  • 2 Std. 15 Min.Köln
  • 2 Std. 45 Min.Hamburg
  • 3 Std. 00 Min.Frankfurt am Main
  • 4 Std. 15 Min.Berlin
  • 6 Std. 00 Min.München

Gut zu wissen

  • Feuer und Rauchen im Wald

    In Nordrhein-Westfalen ist das Rauchen im Wald vom 1. März bis 31. Oktober untersagt, in Niedersachsen gilt im selben Zeitraum ein Verbot, in Wald, Moor und Heide Feuer anzuzünden oder zu rauchen. Gegrillt wird deshalb nur an den offiziell dafür eingerichteten Plätzen. Im Naturschutzgebiet Moosheide ist das Grillen ganzjährig nicht erlaubt.

  • Hunde an der Leine

    In den Naturschutzgebieten der Senne dürfen Hunde nicht frei umherlaufen, das steht so auf den Tafeln des Lehrpfads im Naturschutzgebiet Moosheide und in den Hinweisen zum Heideland-Rundwanderweg. Im Naturschutzgebiet Freeden bei Bad Iburg gilt dieselbe Regel. Auch im Felsbereich der Externsteine sollen Hunde angeleint bleiben, weil dort Uhus brüten und die Jungvögel im Juni am Boden sitzen.

  • Auf den Wegen bleiben

    Heidelerche und Ziegenmelker brüten in der Senne am Boden, deshalb gilt in den Heide- und Sandflächen das Wegegebot und es wird nur auf ausgewiesenen Parkplätzen geparkt. Im Naturschutzgebiet Externsteine schützen einfache Holzabzäunungen die Orchideenwiesen, die Besucherlenkung ist dort ausdrücklich Teil des Schutzkonzepts. Das Vogelschutzgebiet Senne mit Teutoburger Wald umfasst 15.360 Hektar und beherbergt für mehrere dieser Arten die höchsten Siedlungsdichten des Landes.

  • Sperrzeiten in der Senne

    Der Truppenübungsplatz Senne ist militärisches Übungsgelände, das Betreten und Befahren ist während der Übungszeiten nicht erlaubt. Auch die Durchgangsstraßen quer über das Gelände werden zeitweise gesperrt, die aktuellen Sperrzeiten veröffentlichen die Anliegergemeinden Augustdorf, Hövelhof und Schlangen online. Frei zugänglich und ganzjährig offen ist dagegen das Naturschutzgebiet Moosheide, in dem sich die Sennelandschaft im Kleinen erleben lässt.

  • Übernachten im Freien

    Das Landesforstgesetz Nordrhein-Westfalen verbietet das Zelten sowie das Abstellen von Wohnwagen und Kraftfahrzeugen im Wald, sofern keine besondere Befugnis vorliegt. Wer im Naturpark im Zelt übernachten möchte, bucht dafür eine Trekkingplattform, die erste steht bei Schlangen-Oesterholz und kostet ab 15 Euro pro Nacht. Die Plattformen sind nur zu Fuß über Wanderwege erreichbar, bieten Platz für zwei Zwei-Personen-Zelte und haben eine Komposttoilette in der Nähe.

  • Baden am Lippesee

    Der Lippesee bei Paderborn-Sande ist das größte Freizeitgewässer der Region und als Badegewässer in Nordrhein-Westfalen geführt. Geschwommen wird dort ausschließlich an den ausgewiesenen Badestellen, im übrigen See ist das Baden nicht erlaubt. Neben dem Sandstrand gibt es Segeln, Stand-up-Paddling und Tretbootverleih.

Geschützte Landschaften

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Der Teutoburger Wald ist ein schmaler Höhenzug vom Osnabrücker Land bis zur Egge, mit der Sandlandschaft der Senne am Südwestfuß und Felsen wie den Externsteinen. Hier gibt es klassische Campingplätze und einfache Stellplätze direkt bei Gastgebern.

Am meisten los ist zwischen Juni und September, wenn die Heide blüht. Wann ein Platz geöffnet hat, steht im Kalender des Angebots.

Häufige Fragen