Camping im Spreewald

Südöstlich von Berlin, im Landkreis Dahme-Spreewald, breitet sich der Spreewald über 475 Quadratkilometer aus. Seit dem 1. Oktober 1990 schützt ihn eine Verordnung, seit dem 11. April 1991 führt ihn die UNESCO als Biosphärenreservat. Hunderte Fließe bilden ein Labyrinth. Bei Lübben vereinen sich Ober- und Unterspreewald zur Spree. In 37 Dörfern und zwei Städten leben rund 56.500 Menschen, drei Prozent der Fläche stehen als Kernzone unter besonders strengem Schutz. Das Dorf Lehde mit seinen 130 Einwohnern erreicht man am schönsten zu Fuß oder mit dem Kahn, und im Freilandmuseum zeigen drei historische Höfe, wie die Spreewälder im 19. Jahrhundert lebten. Seit dem 19. März 1999 trägt die Spreewaldgurke eine geschützte geografische Angabe, angebaut wird sie auf rund 500 Hektar. Die niedersorbische Kultur der Region lebt bis heute weiter. Vor Ostern entstehen in mehreren Werkstätten die mit Wachs verzierten Ostereier.

14 Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Das Jahr in dieser Region

September: Erste Kraniche sammeln sich

Ab September verstärkt sich in der Niederlausitz der herbstliche Kranichzug, erste Trupps sammeln sich auf abgeernteten Feldern und in Feuchtgebieten, bevor der Hauptzug im Oktober folgt. Auch am Vogelbeobachtungsturm am Wussegk bei Schlepzig beginnt jetzt wieder die herbstliche Beobachtungssaison.

Mitte des Monats geht die Sonne um 6:38 auf und um 19:21 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 43 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 13 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Moorlehrpfad Raddusch

    Vom Naturhafen Raddusch führt die Runde flach über Wirtschafts- und Schotterwege, dazwischen liegen sandige Stücke. Sie berührt die Radduscher Kaupen, einen alten Torfstich, das Quellgebiet Carna Gora und die Buschmühle. Kaupen sind alte Sandinseln im Moor. Erklärt wird unterwegs über QR-Codes auf kleinen Schildern, wie aus der Niederung über Jahrtausende das Moor geworden ist.

    13,5 kmRundtour

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Wanderweg Lübben - Lübbenau

    Die Verbindung zwischen den beiden Spreewaldstädten läuft am Rand der Niederung entlang, durch Treppendorf, Neuendorf und Ragow. Der Untergrund bleibt fest: Dorfstraßen, Pflaster und verdichtete Wirtschaftswege, dazwischen kurze sandige Stücke und ein paar Bohlen über die Gräben. Ein grüner Balken auf weißem Rechteck weist die Richtung bis zum Schöpfwerk Krimnitz. Dort sieht man, wie das Wasser der Niederung gesteuert wird. Das letzte Stück nach Lübbenau bleibt unmarkiert.

    18 km

    GPXKarte

  • Wandern

    Rundwanderweg Lübbenau - Waldschlößchen - Lübbenau

    Ab dem Kirchplatz in Lübbenau geht es hinaus in das Gewirr der Fließe, über Dutzende Holzbrücken und immer wieder ein paar Stufen hinauf und hinunter. Die Runde berührt die Wotschofska, eine Kaupe mit einem Blockhausgasthaus von 1894, dazu Pohlenzschänke, Waldschlößchen und Leipe. Leipe liegt auf einer Sandinsel mitten im Wasser, und die Häuser wenden ihre Vorderseite den Fließen zu. Wer von Land kommt, betritt die Grundstücke von hinten.

    20,6 kmRundtour

    GPXKarte

  • Wandern

    Paul-Gerhardt-Weg

    Abschnitt 9

    Die letzte Etappe des Wegs von Berlin in den Spreewald beginnt an der Kirche in Schlepzig und endet in Lübben an der Paul-Gerhardt-Kirche. Dazwischen begleitet die Spree den Wanderer, dazu eine Reihe alter Fischteiche im Unterspreewald. Markiert ist sie mit einem goldenen, nach links abbiegenden Weg im Quadrat. Flach bleibt es die ganze Strecke.

    15,1 km

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Gurkenradweg

    Abschnitt Nord- und Ostring

    Der große Ring durch das Biosphärenreservat verbindet Lübben, Lübbenau und Cottbus, fast ohne Steigung, auf Asphalt und festem Schotter, in den Kiefernwäldern stellenweise sandig. Unterwegs stehen zweisprachige Ortsschilder auf Deutsch und Niedersorbisch. Am Rand liegen die Schlösser von Lübben und Lübbenau, die wiederaufgebaute Slawenburg Raddusch, das Freilandmuseum Lehde und der Branitzer Park bei Cottbus.

    224,3 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Gurkenradweg

    Abschnitt Westring

    Von Golßen aus schwingt der westliche Bogen der Gurkenrunde durch die Dörfer der Niederlausitz nach Lübben, fast durchgehend auf Asphalt. Bei Zützen steht die Kanow-Mühle an der Dahme, eine Ölmühle, die 1527 erstmals erwähnt wurde und bis heute mit historischer Technik arbeitet. Zwischen Schiebsdorf und Prierow wechseln Dorfanger und Kiefernwald. Steigungen gibt es hier keine.

    43,6 km

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Spreeradweg

    Zwischen Cottbus und Lübben folgt die Strecke der Spree dorthin, wo sie sich in Hunderte Fließe teilt. Hinter Cottbus liegt das Peitzer Teichgebiet, dann kommen Burg mit seinem Bismarckturm und die weit verstreuten Gehöfte des Oberspreewalds. In Lübben läuft das Wasser wieder in einem Bett zusammen. Erlenwald und Wiese begleiten den Weg.

    70,7 km

    GPXKarte

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • März bis Oktober

    Kranich

    Am Vogelbeobachtungsturm am Wussegk bei Schlepzig ist der Kranich am ehesten in den frühen Morgen- und Abendstunden zu sehen, sein lautes Trompeten kündigt ihn oft schon vor der Sichtung an. Zu erkennen ist er am grauen Gefieder und dem roten Fleck am Hinterkopf, im Flug streckt er den Hals gerade nach vorn. Im März ziehen große Trupps auf dem Weg zu ihren nördlichen Brutgebieten durch, ab September sammeln sich die ersten Vögel auf den Feldern der Niederlausitz, bevor im Oktober der Hauptzug über den Turm zieht.

  • Mai bis Oktober

    Biber

    In den Fließen rund um Lehde und Leipe hinterlässt der Elbebiber deutliche Nagespuren an den Pappeln entlang der Ufer. Anders als anderswo baut er hier kaum sichtbare Dämme, weil das Biosphärenreservat die Wasserstände ohnehin reguliert. Am aktivsten ist er in der Dämmerung, wenn er lautlos zwischen den Fließen hindurchschwimmt.

  • April bis September

    Eisvogel

    An den Fließen um Lehde sitzt der Eisvogel oft reglos auf überhängenden Ästen, bevor er kopfüber ins Wasser stößt. Sein leuchtend blauer Rücken und die orangefarbene Brust sind selbst im Vorbeifahren mit dem Kahn kaum zu übersehen. Zwischen April und September brütet er in Uferhöhlen und fliegt mit kleinen Fischen im Schnabel immer wieder dieselbe Strecke zum Nest.

  • September bis November

    Fischotter

    Im Naturschutzgebiet Innerer Spreewald bei Lehde hinterlässt der Fischotter seine Spuren an Sandbänken und Stegen, kleine fünfzehige Abdrücke und dunkle Losung mit Fischresten. Sichtbar wird er meist in der Dämmerung, wenn er mit dem langen Schwanz als Ruder geräuschlos durchs Wasser gleitet. Im Spätherbst, wenn die Wasserstände sinken, treten seine Fährten an den Uferrändern deutlicher hervor.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 1 Std. 00 Min.Berlin
  • 1 Std. 30 Min.Dresden
  • 3 Std. 45 Min.Hamburg
  • 5 Std. 45 Min.München
  • 5 Std. 45 Min.Frankfurt am Main
  • 6 Std. 00 Min.Köln

Gut zu wissen

  • Feuer nur auf ausgewiesenen Plätzen

    Im Biosphärenreservat Spreewald ist das Entzünden von Feuer in den Schutzzonen I und II untersagt. Grillen und Lagerfeuer sind nur an den dafür vorgesehenen Plätzen erlaubt, etwa auf Campingplätzen und Wasserwanderrastplätzen. Das gilt das ganze Jahr.

  • Leinenpflicht im Wald und im Reservat

    In den Wäldern Brandenburgs dürfen Hunde nur angeleint mitgeführt werden, so steht es im Waldgesetz des Landes. Im Biosphärenreservat Spreewald kommt hinzu, dass Hunde in den Schutzzonen I und II nicht frei laufen dürfen. Die Leine gehört also ins Gepäck.

  • Schleusen selbst bedienen

    Rund 53 Schleusen liegen in den Spreewaldfließen. Paddler bedienen sie meist selbst, ein Schild zeigt an jeder Schleuse die Reihenfolge der Handgriffe. Wo in den Ferien Kinder mithelfen, gibt man ihnen einen Schleusengroschen, eine kleine Münze je Boot.

  • Anlegen nur an ausgewiesenen Stellen

    Im Biosphärenreservat darf man mit Kahn, Paddel- oder Ruderboot nur an Schleusen, Wasserwanderrastplätzen oder Gaststätten mit eigenem Steg anlegen, wildes Aussteigen an den Ufern ist nicht erlaubt. Streckenabschnitte mit rot-weiß-rotem Schild sind für jede Art von Wasserfahrzeug gesperrt, auch für Kanu und Paddelboot.

  • Angeln nur zu festen Zeiten

    Geangelt werden darf von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang auf den dafür gekennzeichneten Streckenabschnitten. Nachtangeln ist nur auf wenigen freigegebenen Gewässern gestattet, organisierte Angelveranstaltungen in Naturschutzgebieten benötigen zusätzlich die Zustimmung der Naturschutzbehörde.

  • Campen nur auf ausgewiesenen Plätzen

    Wildes Campen ist im Biosphärenreservat aus Naturschutzgründen untersagt, erlaubt ist es nur auf den offiziellen Camping- und Wasserwanderrastplätzen in Orten wie Burg, Lübbenau, Lübben oder Schlepzig. Für Paddler stehen daneben 15 gesetzlich ausgewiesene Rastplätze zum kurzen Verweilen zur Verfügung.

  • Vogelbeobachtungsturm am Wussegk

    Der freistehende Turm liegt am Rand von Schlepzig, etwa 300 Meter vom Parkplatz entfernt am Buchenhain-Naturlehrpfad, unweit des Wehres am Zerniasfließ. Von dort lassen sich je nach Jahreszeit Kraniche oder Wat- und Wasservögel beobachten, am besten in den frühen Morgen- und Abendstunden.

Geschützte Landschaften

Biosphärenreservat
Spreewald
Naturpark
Niederlausitzer Landrücken

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Der Spreewald liegt südöstlich von Berlin, seit 1991 UNESCO-Biosphärenreservat mit hunderten Fließen, auf denen Kähne die Dörfer verbinden. Campingplätze und Wasserwanderrastplätze findest du in Lübbenau, Burg, Lübben und Schlepzig.

Hochsaison ist im Juli und August, wenn in Lübbenau das Schützenfest startet und die Spreewaldgurken reifen. Ruhiger wird es ab November, dann laufen Kahnfahrten seltener, bis zur Spreewaldweihnacht im Dezember.

Häufige Fragen