Camping im Spessart

Der Spessart ist das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Deutschlands. Er liegt als Buntsandsteinhochfläche von rund 2.440 Quadratkilometern zwischen Main, Kinzig und Sinn und ist zu etwa 70 Prozent bewaldet. Buchen stehen hier über 180 Jahre, Eichen mehr als 400. Rhön, Odenwald und Vogelsberg leben vom offenen Land. Der Spessart lebt vom Wald selbst: tief eingeschnittene Bachtäler ziehen sich durch die Hochfläche, Rodungsinseln sind selten, im Inneren gibt es kaum Siedlung, und der Vogelreichtum gab dem Gebirge den Namen. Spessart geht auf Spechtshardt zurück, den Spechtswald.

22 Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Das Jahr in dieser Region

September: Hirschbrunft im Hochspessart

Die Brunft des Rotwilds beginnt in Mitteleuropa Anfang September und dauert fünf bis sechs Wochen. In den großen geschlossenen Waldgebieten des Hochspessarts ist das Röhren der Hirsche in der Dämmerung weithin zu hören, Rothirsch, Reh und Wildschwein zählen zu den häufigen Wildarten der Region. Beobachtet wird vom Weg oder von einer Kanzel aus, damit die Rudel den Platz nicht wechseln.

Mitte des Monats geht die Sonne um 6:58 auf und um 19:38 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 41 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Äpfel: Erntebeginn um den 27. September (meist zwischen 17. September und 8. Oktober)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 86 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Eselsweg

    Salzkarawanen brachten hier im Mittelalter die Fracht aus Bad Orb nach Miltenberg zum Main, und die Esel gaben dem Weg seinen Namen. Zwischen Schlüchtern und Großheubach hält er sich auf dem Höhenrücken, meist zwischen 400 und 500 Metern, und berührt kaum ein Dorf. Unterwegs stehen alte Warttürme, vorgeschichtliche Ringwälle und am Ende das Kloster Engelberg über dem Main. Man läuft tagelang im Wald.

    112 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Birkenhainer Straße

    Zwischen Hanau und Gemünden bleibt die alte Handelsstraße durchweg auf den Bergrücken des nördlichen Spessarts, mit wenigen steilen Stücken und weiten Blicken über die Täler. Schon vor drei- bis viertausend Jahren wurde sie begangen, später zogen Fuhrleute zwischen Rheinfranken und Ostfranken hier entlang. An der hessisch-bayerischen Grenze stehen alte Grenzsteine. Bei Kloster Einsiedel haben sich Hohlwege mit Radspuren im Fels erhalten.

    70,5 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Spessartbogen Hauptroute

    Von Langenselbold nach Schlüchtern zieht der Premiumweg durch den hessischen Sandsteinspessart, über bewaldete Höhenzüge und hinunter in stille grüne Täler. Knorrige alte Eichen stehen am Rand, dazwischen Buchenwald, blütenreiche Wiesen und Bäche, an denen Biber gearbeitet haben. Auf knapp neunzig Kilometern kommen rund 2300 Höhenmeter zusammen. Vom Kamm reicht der Blick bis zum Vogelsberg.

    89,5 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Spessartweg 1

    Am Stadtrand von Aschaffenburg beginnt die Strecke und endet auf dem Marktplatz von Gemünden. Dazwischen liegen Buchenwälder, die Weiher der Sieben Seen bei Unterbessenbach und offene Wiesentäler, dazu die Felsen der Teufelskanzel, das Schloss in Rothenbuch und die Altstadt von Lohr mit ihrem Kurmainzer Schloss. Kurz vor dem Ziel öffnet sich von der Ruine Schönrain der Blick ins Maintal. Rund 1550 Höhenmeter kommen zusammen.

    62,7 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Fränkischer Rotwein Wanderweg

    Die Route bleibt zwischen Großwallstadt und Bürgstadt in den Rebhängen über dem Main, auf eisenhaltigem Buntsandstein, der die Wärme des Tages bis in die Nacht hält. Churfranken ist das bedeutendste Rotweingebiet Frankens. Zwischen Erlenbach, Klingenberg und Miltenberg wechseln Weinberge, Sandsteinbrüche und Fachwerkgassen, dazu kommen das Kloster Himmelthal, die Clingenburg und das Kloster Engelberg über Großheubach. Der Main liegt fast immer unterhalb.

    77,4 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Kahltal-Spessart-Radwanderweg

    Die Strecke zieht das Kahltal hinauf, quert die Höhen des Spessarts und endet in Lohr, auf befestigten Wald- und Feldwegen, dazwischen kurze Abschnitte auf ruhigen Straßen. Rund 600 Höhenmeter sammeln sich an, am höchsten wird es auf der Eselshöhe bei gut 500 Metern. Unterwegs liegen die Burg Alzenau, alte Mühlen wie die Hasenmühle und die Spessartwiesen. Zwei Bahnlinien begleiten die Strecke.

    81,1 km

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  • Radfahren

    Main-Radweg

    In großen Schleifen legt sich der Main um den Spessart, und der Radweg folgt ihm dabei fast ohne Steigung, überwiegend asphaltiert. Zwischen Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg tragen die Südhänge die Reben, die Nordhänge den Wald. Alle paar Kilometer kommt ein Ort mit Weinstube.

    608,9 kmMehrtagestour

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  • Mountainbike

    Bikewald Route A - Hochspessart-Trail

    Die Runde setzt die Bikewald-Touren B, C und D zu einer großen Schleife durch den Hochspessart zusammen, auf befestigten Wald- und Feldwegen, streckenweise über Wiesenpfade. Rund 150 Kilometer misst die Schleife. Los geht es am Waldparkplatz am Eselsweg bei Weibersbrunn, danach kommen Rothenbuch, Heigenbrücken und die Hohe Wart, dazu ein Abstecher zum Schloss Mespelbrunn. Unterwegs liegen die alten Spessarter Landgasthöfe.

    147,9 kmMehrtagestour

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  • Mountainbike

    Spessart Biken (2) - Wiesbütt-Schleife

    Ab Biebergemünd-Roßbach rollt die Runde erst auf dem Radweg Richtung Bieber ein und steigt dann in den Wald. Sie streift die Burgbergkapelle, den Wiesbüttsee an der bayerischen Grenze, den Lochborner Teich und die Lochmühle. Zurück führt sie über ein Stück Birkenhainer Straße und die schmalen Bieberer Pfädchen. Am Wiesbüttsee liegt das höchstgelegene Moor des Spessarts.

    20,9 km

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    In den großen, störungsarmen Wäldern des Hochspessarts beginnt die Brunft der Rothirsche Anfang September und dauert fünf bis sechs Wochen. In der Dämmerung trägt das tiefe, lang gezogene Röhren der Hirsche weit durch den Wald und hält die Rudel zusammen. Am besten beobachtet man vom Weg oder von einer Kanzel aus, damit die Tiere den Platz nicht wechseln.

  • ganzjährig

    Biber

    An Sinn, Schmaler Sinn und Jossa, an Kahl, Lohr und Hafenlohr hat der Biber seine Reviere, mehr als 100 zählt der Naturpark inzwischen. Gefällte Weiden und Erlen am Ufer, frische Nagespuren am Stamm und die glatten Rutschen ins Wasser verraten ihn eher als der Blick auf das Tier selbst. Einen Winterschlaf hält er nicht, das ganze Jahr über nagt er an Rinde und Zweigen und baut an seinen Dämmen.

  • März bis Mai

    Mittelspecht

    In den alten Eichenbeständen des Hochspessarts, etwa in den Naturwaldgebieten Eichhall und Rohrberg, lebt der Mittelspecht als Zeigerart intakter Alteichenwälder. Anders als seine Verwandten trommelt er kaum, sondern klettert an dicken, grobborkigen Ästen entlang und stochert dort nach Insekten, zu erkennen an der roten Kappe ohne schwarzen Bartstreif. Im Frühjahr, besonders ab April, lässt er sich am Ruf am leichtesten finden, im Mai führt er bereits die ersten Jungen.

  • ganzjährig

    Wasseramsel

    An Hafenlohr, Lohr, Aschaff, Elsava, Kahl und Bieber sitzt die Wasseramsel das ganze Jahr über auf Steinen mitten im klaren, schnell fließenden Wasser, oft in Gesellschaft des Eisvogels. Der weiße Latz an der sonst dunklen Brust macht sie schon aus der Ferne kenntlich, dazu die knicksenden Bewegungen, mit denen sie auf dem Stein wippt. Zur Jagd taucht sie unter und läuft am Bachgrund entlang, um Larven und kleine Krebse zwischen den Steinen hervorzuholen.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 2 Std. 45 Min.Frankfurt am Main
  • 2 Std. 45 Min.Würzburg
  • 4 Std. 30 Min.Köln
  • 5 Std. 15 Min.München
  • 7 Std. 00 Min.Hamburg
  • 7 Std. 30 Min.Berlin

Gut zu wissen

  • Die schwimmende Brücke bei Stadtprozelten

    Am Südrand des Spessarts führt zwischen Stadtprozelten und dem Wertheimer Ortsteil Mondfeld keine Brücke über den Main, sondern eine Fähre. Sie verbindet Bayern mit Baden-Württemberg und fährt im Sommerhalbjahr bis in den Abend. Bei Hochwasser, Nebel, Eisgang oder Reparaturen ruht der Betrieb.

  • Offenes Feuer nur mit Erlaubnis

    Nach Artikel 17 des Bayerischen Waldgesetzes sind offene Feuerstätten und unverwahrtes Feuer im Wald und in einer Entfernung von weniger als 100 Metern davon nur mit Erlaubnis zulässig. Vom 1. März bis 31. Oktober darf im Wald außerdem nicht geraucht werden. Der Trekkingplatz des Naturparks Hessischer Spessart hat aus demselben Grund bewusst keine Feuerstelle.

  • Übernachten im Wald nur am Trekkingplatz

    Für das Übernachten im Freien gibt es im Gebiet genau einen ausgewiesenen Ort, den Trekkingplatz am Spessartbogen im Rohrbachtal. Er wird vorab online gebucht, bietet Platz für bis zu vier Personen und darf nur für eine Nacht genutzt werden. Erreichbar ist er ausschließlich zu Fuß oder mit dem Rad, Infrastruktur gibt es vor Ort keine, Ausgangspunkte wie Schlüchtern oder Bad Orb liegen etwa 21 bis 22 Kilometer entfernt.

  • In Naturschutzgebieten auf dem Weg bleiben

    Viele Wanderwege führen streckenweise durch Naturschutzgebiete, der Naturpark bittet ausdrücklich darum, den markierten Weg dort nicht zu verlassen. Im Naturpark Spessart liegen 20 FFH-Gebiete und drei EU-Vogelschutzgebiete, dazu Gebiete wie Sinngrund, Hafenlohrtal, Eichhall, Rohrberg und Wiesbüttmoor. Die Schachblumenwiesen werden während der Blüte nur vom Weg aus angeschaut.

  • Hunde in den Schutzgebieten an die Leine

    Weil in den Naturschutzgebieten der markierte Weg nicht verlassen werden darf, gehört der Hund dort an die Leine. Das betrifft vor allem die Talwiesen an Sinn und Jossa, in denen Schachblume, Biber, Fischotter und Kammmolch geschützt sind, dazu das Wiesbüttmoor. Auf den übrigen Forstwegen ist das Betreten des Waldes zur Erholung frei, es geschieht nach Artikel 13 des Bayerischen Waldgesetzes auf eigene Gefahr.

  • Gebadet wird am Rand des Gebirges

    Der Wiesbüttsee auf 436 Metern im hessischen Spessart liegt im Naturschutzgebiet und ist nicht zum Baden freigegeben. Die bewirtschafteten Badestellen liegen am Rand, allen voran der Meerhofsee im Kahlgrund bei Alzenau mit rund zwölf Hektar Wasserfläche, Sandstrand, Badeinsel und Rutsche. Geöffnet ist dort von 10 bis 20 Uhr, dienstags bleibt die Anlage geschlossen.

Geschützte Landschaften

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Der Spessart liegt zwischen Main, Kinzig und Sinn in Bayern und Hessen, Deutschlands größtes Laubmischwaldgebiet. Statt offener Flächen prägen tief eingeschnittene Bachtäler und alte Buchen und Eichen die Landschaft. Campingplätze und Stellplätze liegen an Waldrändern und Flusstälern, von Zeltwiesen bis Wohnmobilstellplätzen.

Voll wird es im Sommer zur Zeit der Hirschkäfer, ruhig im Herbst zur Hirschbrunft. Von November bis März halten die Fledermäuse Winterschlaf, dann schließen auch viele Gastgeber.

Häufige Fragen