Mobilheim mieten

Ein Mobilheim ist eine fertig gebaute Wohneinheit, die auf einem Tieflader zum Platz kommt und dort bleibt. Darunter sitzt ein Fahrgestell, eine Straßenzulassung hat es trotzdem nicht. Es dient nur dazu, das Haus nach dem Abladen an seine Stelle zu schieben. Wie breit so ein Haus sein darf, entscheidet deshalb die Straße und nicht der Grundriss. Küche und Bad sind eingebaut, vor der Tür liegt meist eine Terrasse aus Holz. Vom Chalet trennt es vor allem die Bauweise: leichter Rahmen mit verkleideten Wänden statt Holzhaus.

Worauf man beim Buchen achtet

Ist es beheizt und gedämmt?
Zwischen einem Sommermodell und einem Haus für das ganze Jahr liegen Welten, von außen sieht man das kaum. Wer außerhalb der warmen Monate bucht, fragt nach Heizung und Fenstern und danach, ob der Platz dann überhaupt offen hat.
Wie alt ist das Haus?
Mobilheime bleiben viele Jahre an ihrem Platz. Grundriss, Fenster und Dämmung haben sich in dieser Zeit stark verändert. Das Baujahr sagt darüber oft mehr als die Beschreibung.
Wie sieht die Terrasse aus?
Offenes Holzdeck, überdachte Veranda oder ein geschlossener Vorbau, alles davon kommt vor. Im Sommer sitzt man dort mehr als drinnen. Ein Blick auf Größe und Schatten lohnt sich.
Wo steht es auf dem Platz?
Am Rand mit freiem Blick oder mitten in der Reihe, das ist ein großer Unterschied. Der Lageplan zeigt ihn schneller als der Text. Fragt auch, wie weit es zum Auto und zum Eingang ist.
Was muss man mitbringen?
Bettwäsche und Handtücher gehören nicht überall dazu. Manche Gastgeber legen sie hin, andere vermieten sie, bei wieder anderen packt man sie selbst ein.

Für wen es passt

Gemacht für

Familien und Gruppen, die auf den Campingplatz wollen, ohne ein Zelt aufzubauen. Für einen ersten Campingurlaub taugt es besonders gut, weil Bad und Küche schon da sind. Wer mit Kindern reist, hat kurze Wege zu allem, was auf dem Platz passiert.

Eher nichts für

Wer Ruhe und Abstand sucht, ist selten richtig hier. Mobilheime stehen meist dicht beieinander, und die leichte Bauweise dämpft weniger als eine Steinwand. Dazu liegt der Boden über dem Gelände, zur Tür führen Stufen.

Woher es kommt

Das Mobilheim stammt vom amerikanischen Wohnanhänger ab. Solange die Wagen hinter ein Auto passten, blieben sie schmal, rund zweieinhalb Meter. 1954 baute die Branche die ersten Einheiten mit gut drei Metern Breite, die nur noch ein Lastwagen bewegen konnte, und nannte sie mobile home. Nach Europa kam die Bauart über Großbritannien, wo fest stehende Wohnwagen schon seit den 1930er Jahren auf Ferienplätzen standen; auf die Campingplätze in Frankreich und weiter südlich kam sie in den 1970er Jahren.

Gut zu wissen

  • Mobil heißt nicht fahrbar

    Das Fahrgestell ist für die Straße nicht zugelassen. Das Haus kommt einmal per Tieflader an und bleibt dann, wo es steht.

  • Zur Tür geht es hinauf

    Der Boden liegt auf dem Fahrgestell und damit über dem Gelände. Wer schlecht zu Fuß ist, fragt nach der Zahl der Stufen oder nach einer Rampe.

  • Hunde nur nach Absprache

    In Mietunterkünften gelten oft andere Regeln als auf der Zeltwiese. Ob der Hund mit hinein darf, steht im Inserat oder wird vorher geklärt.