Tiny Houses im Hunsrück

Tiny Houses stehen im Hunsrück meist in sehr kleinen Dörfern der Hochfläche oder an den Wäldern um Idarwald und Hochwald. Der kurze Weg nach draußen ist hier der eigentliche Gewinn, denn der Saar-Hunsrück-Steig zieht über die Kämme, und die Traumschleifen starten meist in den Orten ringsum. Oben beginnt der Frühling später als unten an der Mosel. Die Winter auf den Höhen sind schneereich, was einem Haus mit wenigen Quadratmetern entgegenkommt, und ringsum stehen Dörfer, deren Dächer mit Schiefer aus den Gruben der Gegend gedeckt sind.

Das Jahr in dieser Region

September: Hirschbrunft bei Thranenweier im Nationalpark

Die Brunft des Rotwilds läuft von Mitte September bis Anfang Oktober, begleitet von lautem Röhren und gelegentlichen Kämpfen der Hirsche. Der Nationalpark bietet dazu im September an mehreren Abenden begleitete Tierbeobachtungen an, Treffpunkt ist der Parkplatz Thranenweier an der K 49 bei Börfink. Von dort führt ein kurzer Fußweg zur Wildbeobachtungsstelle, Beginn gegen 18:00 Uhr, Dauer rund drei Stunden.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:05 auf und um 19:46 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 40 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 161 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Saar-Hunsrück-Steig

    Von Perl an der Mosel bis nach Boppard am Rhein, mit einem Abzweig nach Trier. Im Hunsrück führt der Steig über den Erbeskopf, mit 816 Metern der höchste Berg des Mittelgebirges, und durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit seinen alten Buchen und Hangmooren. Danach geht es über Idar-Oberstein weiter nach Osten, bis der Weg zum Rhein hin abfällt. Asphalt kommt kaum vor.

    379,6 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Nationalpark-Traumschleife Börfinker Ochsentour

    Rund um Börfink, mitten im Nationalpark, und der Ochsenbruch ist das Ziel. Über das Hangmoor führt ein Bohlensteg. Ringsum stehen alte Buchen und Fichten, dazwischen öffnen sich Wiesen mit weitem Blick über die Hochwaldrücken. Der Boden ist fast durchgehend weich und naturbelassen.

    9 kmRundtour

    GPXKarte

  • Wandern

    Dollbergschleife

    Start ist die Köhlerhütte in Neuhütten, dann geht es auf schmalen Pfaden hinauf zum Ringwall von Otzenhausen, einer Befestigung der keltischen Treverer, begonnen um 400 vor Christus und in den letzten beiden vorchristlichen Jahrhunderten stark erweitert. Ihre Mauern aus Quarzitblöcken liegen heute als bewaldete Wälle im Hang. Weiter unten liegen der Züscher Hammer, ein wieder aufgebautes Eisenhammerwerk am Bach, und die Talsperre Nonnweiler. Fast die Hälfte der Strecke sind Pfade.

    11,3 kmRundtour

    GPXKarte

  • Wandern

    Saar-Hunsrück-Traumschleife

    Abschnitt Trauntal-Höhenweg

    Die Traun kommt vom Erbeskopf herunter, und die Schleife folgt ihr erst im Tal, bevor sie auf die Höhen über Rinzenberg und Buhlenberg steigt. Oben führt der Weg über den Wehlenstein und an Felsrippen entlang, unten stehen Buchen und ein Bach, der seinen Lauf noch selbst sucht. Ein gutes Drittel geht auf schmalen Pfaden. An der Traun leben Eisvogel und Wasseramsel.

    13,4 kmRundtour

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  • Wandern

    Traumschleife Gipfelrauschen

    Vom Hunsrückhaus geht es gleich steil hinauf zum Erbeskopf, wo die Klangskulptur Windklang steht. Von oben reicht der Blick über die Hunsrückrücken bis in die Eifel. Danach bleibt der Weg fast nur auf schmalen, erdigen Waldpfaden und führt an Bäumen vorbei, die im Nationalpark liegen bleiben dürfen, wenn sie fallen. Meist hört man nur die Wipfel.

    7 kmRundtour

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  • Wandern

    Geierlayschleife

    In Mörsdorf beginnt die Runde und führt über die Geierlay, eine 360 Meter lange Hängeseilbrücke, die knapp hundert Meter über dem Tal des Mörsdorfer Bachs hängt. Unter den Füßen liegen Holzbohlen, darunter nur Wald. Danach geht es hinunter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hinauf, sodass man die Brücke auch von unten sieht. Die Bretter federn mit jedem Schritt.

    8 kmRundtour

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  • Radfahren

    Hunsrück-Radweg

    Quer über den Hunsrück, von Saarburg an der Saar bis nach Bacharach am Rhein, dicht am Erbeskopf vorbei, mit 816 Metern dem höchsten Berg in Rheinland-Pfalz. Der Anfang steigt, die Mitte zwischen Hermeskeil und Simmern rollt über weite Hochflächen, und am Ende geht es ins Obere Mittelrheintal hinunter. Gefahren wird fast durchgehend auf Asphalt. Der Blick wandert dabei von Weinbergen über Fichten- und Buchenwald und wieder zurück zu den Reben.

    156,5 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Ruwer-Hochwald-Radweg

    Die alte Hochwaldbahn ist längst stillgelegt, ihre Trasse aber nicht: Von Trier-Ruwer bis Hermeskeil rollt man auf Asphalt über den Bahndamm, mit rund einem Prozent Steigung über die ganze Strecke. Zwanzig Brücken überspannen die Seitentäler, alte Bahnhofsgebäude stehen noch am Weg. Unten im Ruwertal ziehen Weinberge die Hänge hoch, weiter oben wird es Wald. Bergauf merkt man kaum, dass es bergauf geht.

    54,5 km

    GPXKarteWebsite

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • ganzjährig

    Wildkatze

    Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald leben rund 100 Wildkatzen in den strukturreichen Laubmischwäldern, sicher zu sehen sind sie im Wildfreigehege Wildenburg bei Kempfeld. Am buschigen, stumpf endenden Schwanz mit den dunklen Ringen unterscheidet sie sich von der Hauskatze. Freilebend bleibt sie meist verborgen, der Naturpark Saar-Hunsrück führt sie als scheue, im ganzen Hunsrück verbreitete Art.

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Im Offenland und den lichten Wäldern des Nationalparks zeigt sich der Rothirsch am verlässlichsten an der Wildbeobachtungsstelle beim Rangertreffpunkt Thranenweier an der K 49 bei Börfink. Von Mitte September bis Anfang Oktober röhren die Hirsche während der Brunft, der Ruf trägt weithin über das Gelände. Das mächtige Geweih der Platzhirsche macht sie in dieser Zeit von weitem erkennbar.

  • März bis Mai

    Schwarzspecht

    In den altholzreichen Buchenwäldern des gesamten Hunsrück erreicht der Schwarzspecht landesweit seine höchsten Dichten, wie Landesforsten Rheinland-Pfalz für die Region und den Pfälzerwald bestätigt. Als größter heimischer Specht ist er ganz schwarz gefiedert mit rotem Fleck am Kopf und balzt spätestens ab März mit lauten, weithin hörbaren Rufen. Anfang April legt er die Eier in Höhlen, die meist in 8 bis 20 Metern Höhe in alten Buchen liegen.

  • April bis August

    Schwarzstorch

    In alten Laub- und Mischwäldern mit Bachläufen brütet der Schwarzstorch, der Hunsrück gehört zu den Schwerpunkten der rheinland-pfälzischen Population von 30 bis 40 Paaren. Anders als sein weißer Verwandter ist er scheu und waldgebunden, das dunkle, metallisch schimmernde Gefieder mit dem roten Schnabel macht ihn kenntlich. In der zweiten Julihälfte verlassen die jungen Schwarzstörche das Nest und werden flügge.

Bilder: Freepik

Worauf man beim Buchen achtet

Auf Rädern oder auf einem Fundament?
Beides wird als Tiny House vermietet. Auf dem Anhänger liegt der Boden höher, man geht über Stufen hinein. Auf einem Fundament kann der Eingang ebenerdig sein, und für manche Gäste entscheidet genau das.
Wie kommt man ins Bett?
Liegt der Schlafplatz auf einer Empore, führt eine Leiter oder eine steile Treppe hinauf, und die Höhe unter dem Dach ist knapp. Andere Häuser haben das Bett auf Bodenhöhe. Wer nachts aufsteht, merkt den Unterschied sofort.
Ist ein Bad an Bord?
Nicht jedes Tiny House hat eines. Und wo eines eingebaut ist, unterscheidet sich die Toilette: Spülung oder Trockentrenntoilette. Beides funktioniert, man sollte nur wissen, was einen erwartet.
Ist es wintertauglich?
Dämmung, Heizung und eine frostsichere Wasserleitung entscheiden darüber. Manche Gastgeber vermieten nur von Frühjahr bis Herbst und stellen im Winter das Wasser ab. Wer im Januar buchen will, fragt danach.
Was kann die Küche?
Von einer kleinen Kochplatte bis zum Backofen ist alles möglich. Auf wenig Fläche ist jedes Gerät eine Entscheidung des Erbauers, deshalb unterscheiden sich zwei gleich große Häuser stark. Die Ausstattungsliste ist hier die einzige verlässliche Quelle.

Für wen es passt

Gemacht für

Paare und kleine Familien, die eine eigene Tür wollen. Weil Küche und meist auch ein Bad an Bord sind, funktioniert auch eine ganze Woche gut. Und wer überlegt, selbst klein zu wohnen, macht hier die Probe.

Eher nichts für

Die Grundfläche bleibt klein, daran ändert gute Planung nichts. Wo der Schlafplatz auf der Empore liegt, geht es über eine Leiter oder eine steile Treppe hinauf, und das schließt einige Gäste aus. Mehrere Erwachsene, die abends jeder ihre Ruhe brauchen, sitzen hier eng beieinander.

Woher es kommt

Die Idee kommt aus den USA. 1998 warb die Architektin Sarah Susanka in ihrem Buch The Not So Big House dafür, kleiner statt größer zu bauen. 1999 setzte Jay Shafer ein Haus auf einen Anhänger und gründete die Tumbleweed Tiny House Company, die bald auch Baupläne und Bauanleitungen für den Selbstbau verkaufte. Eine verbindliche Größengrenze hat der Begriff bis heute nicht.

Gut zu wissen

  • Die Leiter zur Empore

    Zur Schlafempore führt eine Leiter oder eine Steiltreppe. Mit kleinen Kindern oder schlechten Knien sieht man das vor der Buchung nach.

  • Wasser hat Grenzen

    Ein Tiny House hängt an der Leitung oder am Tank. Beim Tank ist der Vorrat begrenzt, und das Abwasser braucht ebenfalls einen Platz.

  • Die Räder täuschen

    Auch auf dem Anhänger steht es fest. Anreise und Parken laufen wie bei jeder anderen Unterkunft auf dem Gelände.

Anreise

  • 1 Std. 00 Min.Koblenz
  • 1 Std. 30 Min.Frankfurt am Main
  • 2 Std. 00 Min.Köln
  • 4 Std. 45 Min.München
  • 5 Std. 45 Min.Hamburg
  • 6 Std. 30 Min.Berlin

Gut zu wissen

  • Hunde bleiben an der Leine

    Im Nationalpark gilt Leinenpflicht, weil freilaufende Hunde seltene und besonders geschützte Arten stören können. Auf der Hängeseilbrücke Geierlay sind Hunde erlaubt, sollten aus Sicherheitsgründen aber angeleint werden. Im Wildfreigehege Wildenburg sind Hunde an der Leine ausdrücklich willkommen.

  • Auf den ausgewiesenen Wegen bleiben

    Der Nationalpark bittet darum, die Natur von den ausgewiesenen Wanderwegen aus zu erleben, damit Rückzugsräume störungsempfindlicher Arten wie des Schwarzstorchs ungestört bleiben. Für Räder sind zehn ausgeschilderte Nationalpark-Radquerungen freigegeben, Maschinenwege, Rückeschneisen, Fußwege und Pfade dagegen nicht. Wanderer haben auf allen Wegen Vorrang. Reiten ist im Wald nur auf Straßen und festen forstlichen Wirtschaftswegen erlaubt, die freigegebenen Strecken sind im Wegeplan weiß eingezeichnet.

  • Kein offenes Feuer im Wald

    Feuer im Wald ist nicht zulässig, das gilt im gesamten Nationalpark. Auch auf den Trekking-Plattformen ist keinerlei Feuer erlaubt, ausdrücklich auch keine Campingkocher. Wer warm essen möchte, plant das für die Gaststätten an den Nationalpark-Toren ein, etwa das Café im Hunsrückhaus am Erbeskopf.

  • Übernachten nur auf festen Plätzen

    Für Übernachtungen im Freien stehen die drei Trekking-Camps an den Toren Wildenburg, Erbeskopf und Keltenpark bereit, buchbar vom 22. März bis 31. Oktober für 15 Euro je Plattform und nur nach Voranmeldung. Wildes Zelten außerhalb dieser Plätze ist nicht erlaubt. Die Region führt daneben klassische Camping- und Zeltplätze sowie Jugendherbergen als buchbare Unterkünfte.

  • Geierlay ist frei zugänglich

    Die Hängeseilbrücke Geierlay zwischen Mörsdorf und Sosberg ist 360 Meter lang und hängt 100 Meter über dem Tal. Sie ist rund um die Uhr und ganzjährig kostenfrei begehbar, beide Laufrichtungen sind möglich. Kinderwagen sind wegen der geringen Breite nicht zugelassen, Fahrräder dürfen mit, müssen auf der Brücke aber geschoben werden.

  • Stehende Gewässer sind selten

    Der Naturpark Saar-Hunsrück beschreibt stehende Gewässer in der Region als eher selten und zum Teil künstlich angelegt. Als Talsperren und Seen nennt er Riveristalsperre, Primstalsperre, Steinbachtalsperre, Keller See, Losheimer See und Bostalsee. Zum Baden eingerichtet ist der Bostalsee bei Nohfelden-Bosen im Saarland, mit Strandbereich, Segeln, Tretbooten, Kajaks und SUP-Boards sowie einer Badesaison bis Mitte September.

Geschützte Landschaften

Nationalpark
Hunsrück-Hochwald
Naturpark
Natur- und Geopark VulkaneifelSoonwald-NaheSaar-Hunsrück

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.