
Camping in der Fränkischen Schweiz
Freistehende Felstürme stehen über engen Flusstälern. Die Fränkische Schweiz ist eine Karstlandschaft aus Weißjura-Dolomit, in der das Wasser versickert und ganze Täler trocken liegen. Oben auf den Hochflächen wachsen Kalkmagerrasen, auf denen 46 Orchideenarten nachgewiesen sind, mehr als die Hälfte des gesamten deutschen Artenbestands. Fels und Obstbau liegen hier unmittelbar nebeneinander. Rund 1.000 Kletterfelsen tragen etwa 14.000 Routen und über 1.000 Höhlen ziehen sich durch den Untergrund, während auf rund 2.500 Hektar mehr als 200.000 Süßkirschbäume stehen, das größte zusammenhängende Süßkirschanbaugebiet Deutschlands. Im Naturpark sind fast 100 Uhu-Reviere besetzt.
15 Plätze und Unterkünfte in dieser Region
Plätze und Unterkünfte in dieser Region
Das Jahr in dieser Region
September: Hirschbrunft im Veldensteiner Forst
Im Veldensteiner Forst zwischen Pegnitz, Plech und Neuhaus an der Pegnitz beginnt die Brunft Anfang September und dauert fünf bis sechs Wochen. Das rund 70 Quadratkilometer große Waldgebiet ist amtliches Rotwildgebiet, etwa ein Drittel der bayerischen Rotwildstrecke entfällt darauf. Die Rudel bestehen aus Familiengruppen von bis zu 30 Tieren.
Mitte des Monats geht die Sonne um 6:50 auf und um 19:30 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 40 Minuten Tageslicht.
Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 99 Stationen der Region, typischer Tag.
Touren in dieser Region
Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.
- Wandern
Fränkische Schweiz 5-Tage-Wanderung
Die grüne Fünf im weißen Dreieck legt sich als große Schleife über die südöstliche Fränkische Schweiz, von Pegnitz über Pottenstein und Gößweinstein bis Egloffstein und zurück. Unterwegs liegen das Püttlachtal und das Trubachtal mit seinen alten Mühlen, dazu der Anstieg zur Hohen Reuth. Der größte Teil läuft auf Naturboden. Rund ein Viertel führt über Asphalt und Ortsstraßen.
104,9 kmMehrtagestour
- Wandern
Fränkische Schweiz 7-Tage-Wanderung
Ab Ebermannstadt zieht die blaue Sieben durchs Wiesenttal nach Streitberg und Behringersmühle. Über Streitberg ragt die Ruine Neideck. Weiter geht es nach Gößweinstein und Tüchersfeld, wo die Fachwerkhäuser dicht an den Dolomittürmen stehen, dann über Pottenstein, Betzenstein und Egloffstein zurück.
96,9 kmRundtourMehrtagestour
- Wandern
Karstkundlicher Wanderpfad
Der Fränkische Albverein hat den Pfad 1936 eingeweiht. Ab Krottensee bei Neuhaus an der Pegnitz geht es an Dolinen, Trockentälern und Höhlen vorbei, an der Maximiliansgrotte und der Vogelherdgrotte, und Tafeln erklären unterwegs den Jura. In der Steinernen Stadt flankieren die Dolomittürme Zwei Brüder den Weg.
12,2 km
- Wandern
Frankenweg
Von Norden nach Süden quer durch Franken, von Untereichenstein im Frankenwald über die Fränkische Schweiz und das Altmühltal bis Harburg an der Wörnitz. Prägend sind die Fels- und Dolomitformationen des Weißen Jura, dazu Karsttäler und magere Hochflächen. Höchster Punkt ist der Döbraberg im Frankenwald.
523 kmMehrtagestour
- Wandern
Fränkischer Gebirgsweg
Abschnitt 1
In Blankenstein endet der Rennsteig. Dort beginnt der Fränkische Gebirgsweg, dessen nördlicher Abschnitt bis Kirchenlamitz durch den Frankenwald und ins Fichtelgebirge führt, wo der Schneeberg den höchsten Punkt der ganzen Strecke stellt. Weiter südlich zieht der Weg in die Fränkische Schweiz und endet bei Hersbruck.
70,2 kmMehrtagestour
- Radfahren
Fränkische-Schweiz-Radweg
Zuerst gehört die Route der Wiesent: von Forchheim flussaufwärts bis Muggendorf. Danach wird es hügeliger, über Nankendorf und Plankenfels bis Bayreuth, zur Hälfte auf Asphalt, sonst auf Feld- und Forstwegen. Burgruinen und Tropfsteinhöhlen liegen am Rand.
65,6 km
- Radfahren
Hochweg Fränkische Schweiz
Zwischen Bamberg und Bayreuth hält sich die Route auf den Hochflächen der Fränkischen Alb. Nur im Wiesenttal bei Plankenfels geht es hinunter. Bei Litzendorf steht eine Barockkirche von Johann Dientzenhofer, und ab Obernsees rollt man auf der asphaltierten Trasse der alten Bahnlinie nach Bayreuth.
68,2 km
- Radfahren
Reichswald Fränkische Schweiz Radweg
Aus Nürnberg heraus geht es zuerst durch den Sebalder Reichswald, wo auf Sandboden vor allem Kiefern stehen. Über Dormitz und Neunkirchen am Brand läuft die Route weiter nach Norden, bis bei Kirchehrenbach die Dolomitfelsen der Ehrenbürg auftauchen. Der Zeugenberg steht frei vor der Albkante.
39,9 km
Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.
Tiere, die man hier trifft
Januar bis DezemberUhu
An den Dolomitfelsen der Wiesent-, Püttlach- und Trubachtäler balzt der Uhu von November bis März. Die kräftigen Federohren und die orangeroten Augen sind schon in der Dämmerung zu erkennen, wenn sein tiefer Ruf weit über die Felswände trägt. Ende Februar beginnen die ersten Paare mit der Brut, im Naturpark sind fast 100 Reviere besetzt und mehr als 60 Paare brüten an den Wänden.
September bis OktoberRothirsch
Im Veldensteiner Forst zwischen Pegnitz, Plech und Neuhaus an der Pegnitz beginnt Anfang September die Brunft, das laute Röhren des Rothirschs hallt dann fünf bis sechs Wochen lang durch den Wald. Zu erkennen ist er an seinem kräftigen Geweih und dem rotbraunen Fell. Die Rudel ziehen als Familiengruppen von bis zu 30 Tieren durch das rund 70 Quadratkilometer große amtliche Rotwildgebiet.
ganzjährigWasseramsel
An der Wiesent und ihren Zuflüssen Ailsbach, Aufseß, Püttlach, Trubach und Leinleiter sitzt die Wasseramsel auf Steinen mitten in der Strömung und taucht nach Insektenlarven, kenntlich an der weißen Kehle und Brust vor dunklem Gefieder. Sie ist Standvogel und bleibt das ganze Jahr an diesen klaren, kiesigen Bachläufen der Forellenregion. Am auffälligsten ist ihr Gesang im Februar und März, kurz vor der Brutzeit.
Mai bis AugustGroßes Mausohr
In den Dachböden von Dorfkirchen und Schlössern hängen die Wochenstuben des Großen Mausohrs, oft mehrere Hundert bis über tausend Tiere dicht beieinander. Die namensgebenden großen Ohren und das graubraune Fell machen die größte heimische Fledermausart kenntlich. In der Dämmerung schwärmen die Tiere aus und jagen über Wiesen und Waldrändern, im Naturpark leben 20 der 25 bayerischen Fledermausarten.
Bilder: Freepik
Anreise
- 1 Std. 00 Min.Nürnberg
- 2 Std. 30 Min.München
- 2 Std. 45 Min.Frankfurt am Main
- 4 Std. 15 Min.Berlin
- 4 Std. 30 Min.Köln
- 6 Std. 00 Min.Hamburg
Gut zu wissen
Hunde in den Schauhöhlen
In die Binghöhle bei Streitberg und in die Teufelshöhle bei Pottenstein dürfen Hunde an der Leine mit. An der Binghöhle nur nach Absprache mit dem Personal. Beide Höhlen berechnen für den Hund einen kleinen Betrag. In der Sophienhöhle an der Burg Rabenstein bleiben Hunde draußen.
Befristete Felssperrungen an den Kletterfelsen
An einem Teil der rund 1.000 Kletterfelsen gelten zeitlich befristete Sperrungen, damit Uhu und Wanderfalke ungestört brüten. Für den Uhu läuft die Sperrzeit von Januar bis Juli, für den Wanderfalken von Februar bis Juni. Die betroffenen Felsen stehen in einer tagesaktuell gepflegten Sperrungsliste und sind vor Ort von Ehrenamtlichen ausgeschildert.
Bootfahren auf der Wiesent
Die Wiesent darf vom 1. Mai bis zum 30. September befahren werden, der Oberlauf bis Plankenfels bleibt ganzjährig gesperrt. Ein- und Ausstieg sind nur an den gekennzeichneten Stellen an der Pulvermühle in Doos bei Waischenfeld, in Behringersmühle und in Muggendorf möglich. Gruppenfahrten mit mehr als zehn Booten brauchen eine gesonderte Zustimmung.
Feuer nur an zugelassenen Stellen
Im Wald und im Umkreis von 100 Metern braucht offenes Feuer nach Art. 17 des Bayerischen Waldgesetzes eine Erlaubnis, vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald zusätzlich ein Rauchverbot. In der Schutzzone des Naturparks ist das Entzünden offener Feuer im Rahmen der Erholungsnutzung ebenfalls erlaubnispflichtig. Der Naturpark verweist deshalb auf die offiziellen Feuerstellen.
Übernachten im Wohnmobil
Zelten außerhalb behördlich zugelassener Plätze ist in der Schutzzone des Naturparks erlaubnispflichtig, ebenso das Befahren von Flächen außerhalb von Straßen, Wegen und Plätzen. Die Tourismuszentrale führt 45 Wohnmobilstellplätze in der Region. Am besten ausgestattet sind Pottenstein mit sechs Plätzen sowie Waischenfeld und Strullendorf mit je vier.
Freizeitlinien nur im Sommerhalbjahr
Von Anfang Mai bis Anfang November fahren eigene Freizeitlinien des VGN in die Täler, außerhalb dieses Zeitraums verkehren sie nicht. Dazu gehören der Wiesenttal-Express (Linie 389) zwischen Ebermannstadt und Pegnitz, der Trubachtal-Express (Linie 229) von Gräfenberg nach Gößweinstein und der Brauereien-Wander-Express (Linie 230) von Ebermannstadt nach Hollfeld. Die Linien sind auf Wandernde, Radfahrende und Familien ausgelegt.
Geschützte Landschaften
- Naturpark
- Fränkische Schweiz - Frankenjura
Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Über diese Region
Die Fränkische Schweiz liegt im Nordosten Bayerns zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg und ist geprägt von Felstürmen und engen Flusstälern im Dolomitgestein. Campingplätze und Wohnmobilstellplätze liegen vor allem an Wiesent, Püttlach und Trubach, dazu kommen einfache Stellplätze bei Gastgebern.
Die Saison beginnt im April mit der Kirschblüte und ist von Mai bis September am stärksten gefragt, wenn du die Wiesent mit dem Kanu befahren kannst. Wann ein Platz geöffnet hat, steht im Kalender des Angebots.