
Ferienwohnung mieten
Eine Ferienwohnung ist eine möblierte, abgeschlossene Wohnung, die tage- oder wochenweise an Gäste geht. Küche und Bad gehören dazu. Sie ist Teil eines größeren Hauses, und genau das trennt sie vom Ferienhaus, bei dem das ganze Gebäude dem Gast gehört. Mal wohnt der Gastgeber im selben Haus, mal gehört die Wohnung zu einer Anlage mit zwanzig gleichen. Ob ein gemeinsames Treppenhaus dazugehört oder eine eigene Tür nach draußen, steht in den Angaben. Vom Hotelzimmer unterscheidet sie vor allem die Küche, denn gekocht und aufgeräumt wird hier selbst.
Worauf man beim Buchen achtet
- In welchem Haus liegt sie?
- Ein Altbau mitten in der Stadt und eine reine Ferienanlage am Ortsrand heißen beide Ferienwohnung. Ob im Haus auch Dauermieter leben, ändert den Ton im Treppenhaus. Die Karte im Inserat sagt mehr als der Titel.
- Welche Etage, und gibt es einen Aufzug?
- Ohne Aufzug wird jeder Koffer zum Thema, und unter dem Dach wird es im Sommer warm. Im Titel steht das selten. In den Angaben fast immer.
- Eigener Eingang oder gemeinsamer Flur?
- Manche Wohnungen haben eine eigene Tür nach draußen, andere teilen den Flur mit den Nachbarn. Mit müden Kindern macht das einen Unterschied.
- Küche oder Kochnische?
- Kochnische heißt oft zwei Platten und ein Wasserkocher. Eine volle Küche hat einen Backofen und Platz zum Schneiden. Wer länger bleibt, sieht sich die Fotos an.
- Wo steht das Auto?
- Ein eigener Stellplatz gehört nicht automatisch dazu. In Altstädten und Kurorten ist Parken die knappste Ware, und die Gebühr dafür kommt zur Miete hinzu.
- Was kommt zur Miete dazu?
- Endreinigung und Bettwäsche stehen oft getrennt in der Rechnung, dazu kommt in vielen Orten ein Gästebeitrag. Bei kurzen Aufenthalten fällt das stärker ins Gewicht.
Für wen es passt
Gemacht für
Paare und Familien, die länger bleiben und kochen wollen. In Städten ist die Ferienwohnung oft die einzige Art, mit Kindern in zwei getrennten Räumen zu schlafen, ohne zwei Hotelzimmer zu nehmen. Auch für Arbeitsaufenthalte über mehrere Wochen passt sie.
Eher nichts für
In den meisten Häusern gibt es Nachbarn, mal Dauermieter, mal andere Gäste. Wie nah sie wohnen, steht nicht immer im Inserat. Gruppen, die abends laut werden, bekommen darum leicht Ärger mit dem Haus, und wer nur eine Nacht bleibt, trägt die Endreinigung für diese eine Nacht.
Woher es kommt
Die Ferienwohnung geht auf die Sommerfrische zurück. Im 19. Jahrhundert zogen Städter für Wochen aufs Land, sobald die Eisenbahn sie dorthin brachte, und wer sich keine eigene Villa leisten konnte, mietete sich bei Einheimischen ein. Aus dem Zimmer im fremden Haus wurde später die abgeschlossene Wohnung mit eigener Küche. Seit 1994 vergibt der Deutsche Tourismusverband Sterne dafür, einen bis fünf, je nach Ausstattung und Service.
Gut zu wissen
Treppen gehören dazu
Viele Ferienwohnungen liegen im Obergeschoss, und nicht jedes Haus hat einen Aufzug. Barrierefrei ist nur, was ausdrücklich so ausgeschrieben ist.
Hunde seltener als im Haus
Im Mehrparteienhaus entscheidet der Gastgeber selten allein, oft steht dazu etwas in der Hausordnung. Vor der Buchung fragen ist leichter als vor Ort diskutieren.
Waschmaschine nicht überall
Manche Wohnungen haben eine eigene, in anderen Häusern gibt es einen gemeinsamen Waschraum. Bei längeren Aufenthalten lohnt der Blick darauf.