
Ferienhaus mieten
Ein Ferienhaus ist ein ganzes Gebäude für eine Partei. Haustür und Grundstück gehören für die Dauer des Aufenthalts allein den Gästen, ohne gemeinsames Treppenhaus und ohne Wohnung nebenan. Das trennt es von der Ferienwohnung, die eine Einheit in einem Haus mit mehreren ist. Frei steht deshalb aber nicht jedes: Manche Häuser liegen einzeln am Waldrand, andere in Reihe in einer Ferienhaussiedlung. Gekocht wird selbst, eine Küche gehört dazu. Wie gebaut wurde, sagt das Wort nicht, vom Reetdachhaus an der Küste bis zum Neubau mit Sauna heißt alles Ferienhaus.
Worauf man beim Buchen achtet
- Steht es allein oder in einer Siedlung?
- Ferienhaus heißt nicht automatisch einsam. In einem Ferienpark stehen die Häuser dicht beieinander und man hört die Nachbarn im Garten, am Waldrand kann das nächste Dach hundert Meter weit weg sein. Die Karte im Inserat verrät das schneller als der Text.
- Was kommt zur Miete dazu?
- Endreinigung, Bettwäsche und der Gästebeitrag der Gemeinde werden häufig getrennt berechnet. Manche Gastgeber rechnen außerdem Strom und Wasser nach Zähler ab. Das steht in den Bedingungen, nicht in der Überschrift.
- Ist alles auf einer Ebene?
- Viele Ferienhäuser verteilen sich über zwei Geschosse, und die Schlafräume liegen oben unter der Dachschräge. Wer schlecht Treppen steigt, sieht auf den Grundriss.
- Gibt es einen festen Wechseltag?
- Bei Ferienhäusern ist die Woche von Samstag zu Samstag verbreitet, und in der Hauptsaison lassen sich viele Gastgeber davon nicht abbringen. Außerhalb der Saison geht meist mehr. Wer mitten in der Woche anreisen will, klärt das vor der Suche.
- Ist das Grundstück eingezäunt?
- Ein Zaun versteht sich nicht von selbst. Mit Hund oder kleinen Kindern ist er die wichtigste Frage am Haus, und ob die Terrasse von der Straße einsehbar ist, zeigen erst die Fotos.
- Wie kommt man hinein?
- Persönliche Übergabe durch den Gastgeber oder Schlüsselkasten am Haus. Nach langer Fahrt und später Ankunft ist das der Unterschied zwischen ankommen und warten.
Für wen es passt
Gemacht für
Familien und Gruppen, die abends nicht leise sein müssen. Wer eine oder zwei Wochen am selben Ort bleibt, kocht selbst und richtet den Tag nicht nach Frühstückszeiten. Auch mit Hund ist es die einfachste Wahl.
Eher nichts für
Für eine einzelne Nacht lohnt es selten, viele Gastgeber vermieten erst ab mehreren Nächten. Wer Service will, also gemachte Betten und jemanden an der Rezeption, ist im Hotel besser aufgehoben. Und ohne Auto liegen viele Häuser unbequem.
Woher es kommt
Das gemietete Ferienhaus kommt aus dem Norden. In Dänemark stellten wohlhabende Bürger schon im 19. Jahrhundert die ersten Sommerhäuser in die Dünen, zuerst bei Søndervig an der Westküste, später in Nordseeland. Nach dem Krieg wurde daraus ein Massenphänomen: 1945 zählte das Land gut viertausend solcher Häuser, zwanzig Jahre später über hunderttausend. In den fünfziger Jahren entstand dort die erste Vermittlung, die solche Häuser wochenweise an Gäste vergab. Heute stehen in Dänemark rund 220.000 Sommerhäuser, und deutsche Gäste stellen in den vermieteten davon den größten Teil der Übernachtungen.
Gut zu wissen
Hunde häufiger erlaubt
Ein eigenes Grundstück macht das Mitbringen leichter als eine Wohnung im Mehrparteienhaus. Selbstverständlich ist es trotzdem nicht, und manche Gastgeber begrenzen Zahl oder Größe.
Parken am Haus
Zum Ferienhaus gehört meist ein Stellplatz auf dem Grundstück. Mit Wohnmobil oder Anhänger vorher fragen, ob die Zufahrt breit genug ist.
Kamin ist kein Versprechen
Ein Ofen im Wohnraum heißt nicht, dass er das ganze Jahr brennen darf. Ob Holz bereitliegt oder selbst besorgt wird, sagt der Gastgeber.