
Camping im Erzgebirge
Das Erzgebirge zieht sich als bewaldeter Gebirgszug entlang der sächsisch-böhmischen Grenze und erreicht am Fichtelberg bei Kurort Oberwiesenthal mit 1214,88 Metern seinen höchsten Punkt in Sachsen. Seit 1168, als in Christiansdorf bei Freiberg die ersten Silbererzfunde gemacht wurden, haben Generationen von Bergleuten die Landschaft mit Halden und Kunstteichen umgeformt. 2019 nahm die UNESCO 22 dieser Bergbaulandschaften zwischen Freiberg und dem böhmischen Jáchymov als Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in die Welterbeliste auf. Der Naturpark Erzgebirge/Vogtland bewahrt auf 1495 Quadratkilometern Bergwiesen und Moore entlang des Kamms. Zwischen den engen Kerbtälern von Zschopau und Mulde und den offenen Hochflächen um Oberwiesenthal wechselt die Landschaft auf kurzer Strecke, und in Orten wie Seiffen oder Annaberg-Buchholz lebt das Handwerk weiter, das aus dem Bergbau entstand.
21 Plätze und Unterkünfte in dieser Region
Plätze und Unterkünfte in dieser Region
Das Jahr in dieser Region
September: Schwarzstörche brechen zum Zug auf
Ab Spätsommer verlassen die Schwarzstörche ihre Brutgebiete in den ruhigen Wäldern des Erzgebirges und ziehen Richtung Afrika, wo sie überwintern. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich der Bestand in Sachsen bei 40 bis 60 Brutpaaren stabilisiert, nachdem die Art hier lange als verschwunden galt. Im Osterzgebirge zählen Waldgebiete wie das Gimmlitztal zu den bekannten Rückzugsorten der scheuen Vögel.
Mitte des Monats geht die Sonne um 6:42 auf und um 19:24 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 41 Minuten Tageslicht.
Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 145 Stationen der Region, typischer Tag.
Touren in dieser Region
Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.
- Wandern
Europäischer Fernwanderweg E3, Sachsen
Abschnitt Mitte
Der sächsische Mittelabschnitt des E3 beginnt in Dörfel bei Schlettau und endet in Holzhau. Unterwegs liegen Annaberg-Buchholz am Pöhlberg, Marienberg, Zöblitz und das Spielzeugdorf Seiffen. Markiert ist die Route mit einem blauen Strich auf weißem Grund, meist auf Waldwegen zwischen Fichten und Bergwiesen. Die Bergstädte liegen dicht beieinander.
104 kmMehrtagestour
- Wandern
Fernwanderweg Görlitz – Greiz
Abschnitt Glashütte – Frauenstein
Zwischen Glashütte und Frauenstein läuft der Weg quer durchs Osterzgebirge, aus dem Müglitztal hinauf in die Höhen. Glashütte lebt von der Uhrmacherei, in Frauenstein stehen die größte Burgruine Sachsens und das Renaissanceschloss mit dem Silbermann-Museum. Ein blauer Punkt weist die Richtung.
23,5 km
- Radfahren
Euregio-Egrensis-Radfernweg
Los geht es an der Göltzschtalbrücke bei Netzschkau, der größten Ziegelbrücke der Welt. Der sächsische Abschnitt nutzt danach überwiegend ruhige Nebenstraßen durchs Vogtland, an der Talsperre Muldenberg vorbei und über Morgenröthe-Rautenkranz hinauf nach Johanngeorgenstadt. Zum Kamm hin wird es hügeliger.
117 km
- Mountainbike
Stoneman Miriquidi
Neun Gipfel diesseits und jenseits der Grenze, vom Auersberg über den Fichtelberg bis zum Keilberg auf tschechischer Seite. Gefahren wird auf Forstwegen, kurzen Singletrails und durch die Dörfer dazwischen, immer der blauen Radsilhouette auf gelbem Grund nach. Auf jedem Gipfel wartet ein Stempel.
116,5 km4400 HöhenmeterMehrtagestour
- Mountainbike
Bergstadt-Trail Annaberg-Buchholz
Gegen den Uhrzeigersinn um Annaberg-Buchholz, mit der bekannten Pöhlberg-Auffahrt des Stoneman Miriquidi. Oben stehen die Basaltsäulen, die hier Butterfässer heißen, unten warten die St. Annenkirche, der Markt und der Frohnauer Hammer. Kurz, aber ständig rauf und runter.
25 km780 HöhenmeterRundtour
- Mountainbike
Erzgebirgs-Bike-Marathon
Seiffen ist das Dorf der Nussknacker und der Holzkunst. Die ganzjährig beschilderte Runde zieht über die Wettinhöhe Richtung Hirschberg, fällt in den Seiffener Grund ab und läuft an die böhmische Grenze, ehe es am Reicheltberg noch einmal aufwärts geht. Zum Schluss kommt die Asphaltrampe Alp de Wettin.
25,2 km800 Höhenmeter
- Langlauf
Tellerhäuser Skiwanderweg
Tellerhäuser liegt über 900 Meter hoch, mitten in einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Sachsens. Klassisch gespurt zieht die Bahn von dort durchs Kammgebiet nach Oberwiesenthal, mit Anschluss Richtung Boží Dar und Markersbach. Schnee liegt hier lange.
13,7 km
Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.
Tiere, die man hier trifft
September bis OktoberRothirsch
Im Wildgehege bei Obercarsdorf lässt sich der Rothirsch das ganze Jahr aus nächster Nähe beobachten. Im September und Oktober kommt die Brunft dazu: Platzhirsche röhren laut, um ihr Revier zu markieren und Rivalen fernzuhalten. Wer möchte, kann hier auch ein abgeworfenes Geweih in die Hand nehmen.
April bis AugustSchwarzstorch
In den ruhigen Wäldern des Osterzgebirges, etwa im Gimmlitztal, brütet der Schwarzstorch in alten Bäumen. Das schwarze, metallisch glänzende Gefieder und der leuchtend rote Schnabel unterscheiden ihn vom helleren Weißstorch. Von April bis August zieht er hier seine Jungen groß, am ehesten lässt er sich von den markierten Wegen aus entdecken.
Mai bis SeptemberFeuersalamander
In den schattigen Bachtälern um Schwarzenberg und Breitenbrunn lebt der Feuersalamander in altem Laub- und Mischwald. Sein glänzend schwarzes Hautkleid mit den leuchtend gelben Flecken macht ihn unverwechselbar. Von Mai bis September ist er vor allem nach Regen in der Dämmerung unterwegs, seine Larven setzt er direkt in die kühlen, klaren Bäche ab.
Oktober bis MärzFischotter
An der Zwickauer Mulde bei Aue ist der Fischotter zu Hause, am ehesten in der Dämmerung und nachts unterwegs. Sein dichtes, dunkelbraunes Fell mit der helleren Kehle und die kurzen kräftigen Beine mit Schwimmhäuten sind typisch für ihn. Von Oktober bis März verraten oft nur Spuren im Schnee oder am Ufer seinen Weg entlang des Flusses.
Bilder: Freepik
Anreise
- 1 Std. 45 Min.Leipzig
- 3 Std. 30 Min.Berlin
- 4 Std. 15 Min.München
- 4 Std. 30 Min.Frankfurt am Main
- 5 Std. 30 Min.Hamburg
- 6 Std. 00 Min.Köln
Gut zu wissen
Feuer im Wald braucht Genehmigung
Im Wald und in weniger als 100 Metern Abstand davon darf nach Paragraf 15 des Sächsischen Waldgesetzes Feuer nur an einer von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten Feuerstelle brennen. Sonst ist eine Genehmigung nötig. Zuständig ist im Erzgebirgskreis das Landratsamt. Geraucht wird im Wald ganzjährig nicht.
Hunde nicht auf die Loipe
Auf der Kammloipe zwischen Johanngeorgenstadt und Schöneck gilt eine klare Regel. Fußgänger und Hunde dürfen die gespurte Bahn in ihrer ganzen Breite nicht betreten, so steht es in den Sicherheitshinweisen der Fernloipe.
Wohnmobile im Naturpark
In der Naturparkverordnung Erzgebirge/Vogtland ist das Aufstellen von Wohnmobilen und Wohnwagen sowie das Zelten außerhalb der dafür zugelassenen Plätze genehmigungspflichtig. Die Regelung gilt für das gesamte, 1495 Quadratkilometer große Naturparkgebiet zwischen Vogtland und Erzgebirge.
Grenzübertritt ohne Kontrolle
Seit dem 21. Dezember 2007 gehört Tschechien zum Schengen-Raum, seitdem entfallen die systematischen Personenkontrollen an der Grenze zu Sachsen. Radrouten wie der Euregio-Egrensis-Radfernweg queren die Grenze deshalb ohne Schlagbaum, etwa bei Johanngeorgenstadt.
Wildwasser auf der Zwickauer Mulde
Der Abschnitt der Zwickauer Mulde zwischen Blauenthal und Aue ist als Wildwasserstrecke der Schwierigkeitsgrade II bis IV ausgewiesen und braucht entsprechende Erfahrung. Ruhigere Abschnitte weiter flussabwärts, etwa zwischen Zwickau und Glauchau, eignen sich auch für gemütlichere Kanutouren.
Ruhe für den Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet störungsempfindlich in ruhigen, alten Wäldern des Erzgebirges und meidet Unruhe an seinen Horstbäumen. In bekannten Brutgebieten wie den Wäldern des Osterzgebirges gilt deshalb, auf den markierten Wegen zu bleiben.
Über diese Region
Das Erzgebirge ist ein bewaldeter Gebirgszug an der sächsisch-böhmischen Grenze mit dem Fichtelberg als höchstem Punkt Sachsens. Hier stehen Stellplätze auf Bauernhöfen, Wiesencamping und Plätze am Waldrand.
Am vollsten ist es im Sommer, wenn die Bergwiesen blühen, ruhiger im Frühjahr zur Schneeschmelze. Wann ein Platz geöffnet hat, steht im Kalender des Angebots.