Camping in der Eifel

Die Eifel ist ein Mittelgebirge zwischen Aachen, Rhein, Mosel und der belgischen Grenze und verteilt sich auf Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Geformt haben sie Vulkane. Maare prägen die Oberfläche, dazwischen liegen die Kalkmulden eines devonischen Korallenmeeres. Bemerkenswert ist außerdem die Dichte der Schutzgebiete auf engem Raum: Hier liegen der einzige Nationalpark Nordrhein-Westfalens, der UNESCO Global Geopark Vulkaneifel und Deutschlands erster von der International Dark Sky Association anerkannter Sternenpark nebeneinander. In der Vulkaneifel sind 77 Maare nachgewiesen, elf davon sind heute mit Wasser gefüllt. Das jüngste entstand vor 10.900 Jahren.

Das Jahr in dieser Region

September: Brunft des Rothirschs

Die Brunft beginnt in Mitteleuropa Anfang September und dauert fünf bis sechs Wochen. Im Nationalpark Eifel leben etwa 1000 Rothirsche; von der Rothirsch-Aussichtsempore bei Dreiborn auf der Dreiborner Hochfläche ist das Röhren zu hören und das Rotwild zu sehen. Ranger des Nationalparks stehen während der gesamten Brunftzeit an der Empore.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:08 auf und um 19:49 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 41 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 194 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Eifelsteig

    Quer durch alle Eifellandschaften, von Kornelimünster bei Aachen bis nach Trier: Moor und Heide im Hohen Venn, das felsige Rurtal mit seinen Talsperren, die Kalkeifel, dann die Maare und Vulkankegel der Vulkaneifel. Zum Schluss geht es durch die Täler von Lieser und Kyll und an den roten Buntsandsteinfelsen nördlich von Trier vorbei. Der Untergrund wechselt mit jeder Landschaft.

    315,6 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Wildnis-Trail

    Vier Tage quer durch den Nationalpark Eifel, von Monschau-Höfen bis Hürtgenwald-Zerkall. Der Weg läuft über die weite Dreiborner Hochfläche, durch den Buchenwald des Kermeter und zuletzt durch den knorrigen Eichenwald bei Hetzingen, immer wieder mit Blick auf Rursee, Obersee und Urftsee. Hier darf Wald wieder Wald werden.

    83,9 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Narzissenroute

    Im Frühjahr stehen in den Talwiesen von Perlenbach und Fuhrtsbach Tausende wilder Narzissen, gelb bis an den Waldrand. Der Weg startet in Monschau-Höfen und folgt den Bächen durch das Naturschutzgebiet, auf weichen Wiesen- und Waldpfaden. Ab April lohnt er am meisten.

    9,8 kmRundtour

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  • Wandern

    7-Maare-Weg

    Sieben Maare an einem Stück, von Schalkenmehren aus: das Schalkenmehrener, das Weinfelder und das Gemündener Maar der Dauner Gruppe, dazu Hitsche, Dürres Maar, Holzmaar und Pulvermaar. Manche liegen voll Wasser, andere sind längst verlandet und nur noch als runde Mulde im Wald zu erkennen. Das Pulvermaar ist das tiefste der Vulkaneifel.

    19,1 km

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  • Wandern

    Struffeltroute

    Abschnitt Eifel

    Start am Filterwerk der Dreilägerbachtalsperre, dann hinauf auf den baumlosen Struffelt, eine offene Heidefläche auf rund 450 Metern. Über Bohlenwege geht es durch das feuchte Moor, ringsum niedrige Heide, danach wieder Bachtäler und Wald. Der Weg gehört zu den Partnerwegen des Eifelsteigs.

    9,7 kmRundtour

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  • Wandern

    EifelSpur Toscana der Eifel

    Südlich von Blankenheim, zwischen Alendorf und Ripsdorf, liegen die Kalkmagerrasen des Lampertstals, dicht besetzt mit Wacholder. Die dunklen Säulen gaben dem Tal seinen Beinamen. Im Frühsommer blühen hier Orchideen, im Spätsommer Enzian, und mittendrin steht der Kalvarienberg.

    14,7 km328 Höhenmeter

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  • Radfahren

    Vennbahn

    Abschnitt Radweg

    Die Strecke liegt auf der Trasse einer alten Kohle- und Erzbahn und führt von Aachen durch Belgien bis nach Troisvierges in Luxemburg. Weil sie der Bahnlinie folgt, bleibt die Steigung meist unter drei Prozent, neun Zehntel sind asphaltiert, und große Viadukte wie das bei Reichenstein tragen den Weg über die Täler. Dazwischen Moor, Hecken und Weiden.

    124,9 km

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  • Radfahren

    RurUfer-Radweg

    Von der Quelle am Signal de Botrange, dem höchsten Punkt Belgiens, bis zur Mündung in die Maas bei Roermond. Nach dem Hohen Venn kommt die alte Tuchmacherstadt Monschau, dann der Rursee mit der Rurtalsperre, später Nideggen, Düren und Jülich. Der Fluss wird dabei immer breiter.

    178 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Maare-Mosel-Radweg

    Ab dem alten Bahnhof in Daun führt die Strecke auf stillgelegten Bahntrassen über Wittlich nach Bernkastel-Kues an der Mosel. Vier Tunnel liegen auf dem Weg, zwei davon über 500 Meter lang, dazu eine Reihe Viadukte über die Eifeltäler. Ganz ohne Anstieg geht es nicht: hinter Daun klettert der Weg auf rund 480 Meter zum Tunnel Großes Schlitzohr, und hinter Gillenfeld steigt er noch einmal Richtung Laufeld. Danach rollt es zur Mosel hinunter.

    59,3 km

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Auf der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel steht die barrierefreie Rothirsch-Aussichtsempore bei Dreiborn, der verlässlichste Platz für eine Begegnung. Zu erkennen ist der Rothirsch an seinem mächtigen Geweih und dem rotbraunen Fell, das im Herbst dunkler wird. Im September und Oktober tragen die Hirsche ihre Brunft aus, ihr Röhren ist über die Hochfläche zu hören, und Ranger des Nationalparks stehen in diesen Wochen an der Empore.

  • April bis September

    Mauereidechse

    Entlang von Urft- und Rurtalsperre im Nationalpark Eifel besiedelt die Mauereidechse die Felsen und offenen Steinflächen der Ufer, mit mehreren Tausend Tieren die nördlichste Population ihrer Art in Europa. Zu erkennen ist sie an der schlanken Gestalt und der fein gemusterten, bräunlichen Zeichnung. Von April bis September sitzt sie bei Sonnenschein reglos auf warmen Steinen und verschwindet bei Annäherung blitzschnell in Ritzen und Spalten.

  • Januar bis Dezember

    Uhu

    In den Gerolsteiner Dolomiten bei Gerolstein und an weiteren Felswänden und Steinbrüchen der Kalk- und Rureifel brütet der Uhu, Europas größte Eule mit orangeroten Augen und auffälligen Federohren. Im Herbst und Winter ist sein tiefes, weithin tragendes Rufen am häufigsten zu hören. Zwischen Oktober und November finden die Paare zusammen, die Brut beginnt meist im folgenden März.

  • ganzjährig

    Wildkatze

    Im Kermeter, dem größten zusammenhängenden Laubmischwald des Nationalparks Eifel, und im angrenzenden Offenland lebt die Wildkatze das ganze Jahr über; nachgewiesen sind dort mindestens 121 Tiere. Von der Hauskatze unterscheidet sie der buschige Schwanz mit breiten dunklen Ringen und stumpfer Spitze. Sie bleibt so scheu, dass geführte Touren und die Suche nach Spuren im Kermeter aussichtsreicher sind als eine zufällige Begegnung.

Bilder: Freepik

Dunkler Himmel

Von DarkSky International anerkannte Orte.

  • Nationalpark Eifel

    Der einzige Sternenpark im dicht besiedelten Westen. An der Sternenwarte Vogelsang gibt es Führungen, aber auch von den SternenBlicken rund um den Nationalpark sieht man in klaren Nächten Tausende Sterne.

Anreise

  • 1 Std. 00 Min.Koblenz
  • 1 Std. 00 Min.Köln
  • 2 Std. 15 Min.Frankfurt am Main
  • 5 Std. 00 Min.Hamburg
  • 5 Std. 45 Min.München
  • 6 Std. 30 Min.Berlin

Gut zu wissen

  • Leinengebot im Nationalpark

    Im Nationalpark Eifel gilt für Hunde ein Leinengebot, und zwar auf allen Wegen. An der Rothirsch-Aussichtsempore bei Dreiborn kommt man besser ohne Hund, weil das Rotwild ihn als Beutegreifer wahrnimmt. Im Naturschutzgebiet Hohes Venn sind Hunde nur auf ausgewählten Wegen und an der Leine zugelassen, am Rursee gibt es am Sonnenstrand Eschauel einen eigenen Hundestrand.

  • Wegegebot und Radfahren

    Im Nationalpark Eifel bleibt man auf den markierten Wegen, Radfahren ist nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Vor der Rothirsch-Aussichtsempore bei Dreiborn darf die Fläche nicht betreten werden, und man lehnt sich nicht ins Sichtfenster. Verstöße gegen die Nationalparkregeln können mit Verwarnungs- und Bußgeldern geahndet werden.

  • Kein offenes Feuer im Nationalpark

    Offenes Feuer, Grillen und Rauchen sind im Nationalpark Eifel nicht gestattet. Die Regel gilt im gesamten Schutzgebiet von rund 11.000 Hektar, also auch an den Ufern von Rur- und Urftsee. Abfälle nimmt man wieder mit, gesammelt wird nichts.

  • Übernachten außerhalb des Nationalparks

    Zelten und Übernachten im Fahrzeug sind im Nationalpark Eifel nicht erlaubt. Wohnmobilstellplätze und Campingplätze liegen in den Orten ringsum, sowohl in der Nordeifel als auch in der Vulkaneifel und im Ourtal. Die Eifel Tourismus GmbH und die Nordeifel Tourismus GmbH führen sie in eigenen Verzeichnissen.

  • Baden an ausgewiesenen Stellen

    Gebadet wird an den dafür ausgewiesenen Stellen. Am Rursee sind das unter anderem der Eiserbachsee bei Rurberg, die Bucht von Woffelsbach, der Sonnenstrand Eschauel und das Naturerlebnisbad Einruhr; in der Vulkaneifel gibt es Naturfreibäder am Gemündener, am Schalkenmehrener und am Meerfelder Maar sowie am 74 Meter tiefen Pulvermaar. Am Laacher See ist das Baden nur am Strand des Campingplatzes erlaubt, Motorboote sind dort verboten.

  • Bohlenwege und Zonen im Venn

    Durch die Moorflächen führen Bohlenstege, etwa im 118 Hektar großen Naturschutzgebiet Struffelt bei Roetgen, das auf über 450 Metern liegt. Das angrenzende Hohe Venn ist in Zonen eingeteilt: In B-Zonen darf man auf den ausgeschilderten Wegen gehen, C-Zonen nur in Begleitung eines zugelassenen Naturführers, D-Zonen sind gesperrt. Startpunkt ist das Naturparkzentrum Botrange.

Geschützte Landschaften

Nationalpark
Eifel
Naturpark
Natur- und Geopark VulkaneifelHohes Venn-EifelRheinlandSüdeifel

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Die Eifel ist ein Mittelgebirge zwischen Aachen, Rhein und Mosel, geprägt von Vulkanen und Maaren. Hier liegen Nordrhein-Westfalens einziger Nationalpark und Deutschlands erster Sternenpark. Campingplätze und Stellplätze findest du an Maaren, Stauseen und in Flusstälern.

Am belebtesten ist der Herbst mit Laubfärbung und Rothirschbrunft, am ruhigsten der Winter abseits der Loipen. Wann ein Platz geöffnet hat, steht im Kalender des Angebots.

Häufige Fragen