Camping am Edersee und im Kellerwald

Hier steht der einzige Nationalpark Hessens. Seine alten Rotbuchenwälder gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Auf 1.467 Hektar wächst der Wald ohne jede Nutzung, und weder Straßen noch Siedlungen durchschneiden ihn. Über 1.000 Quellen und Bäche gehören dazu, die Steilhänge tragen Felsfluren und Blockhalden. Dazwischen liegt der 27 Kilometer lange Edersee, dessen Wasserstand jedes Jahr planmäßig steigt und fällt und dabei breite Ufer sowie die Reste dreier 1914 gefluteter Dörfer freilegt. Diese Verbindung aus Urwaldresten und einem großen bewirtschafteten Stausee gibt es sonst nirgends in Hessen.

12 Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Das Jahr in dieser Region

September: Die Hirsche röhren

Von September bis Mitte Oktober läuft die Brunft des Rotwilds, und die Rufe der Hirsche tragen weit durch die Buchenwälder. Der Nationalpark führt in diesen Wochen die Touren Wo die Hirsche röhren, morgens ab 6 Uhr und abends ab 18 Uhr, unter anderem ab den Eingängen Kirchweg in Edertal-Bringhausen, KellerwaldUhr in Frankenau und Himmelsbreite in Vöhl-Harbshausen. Der Rothirsch gilt als Leitart der nordhessischen Waldlandschaft.

Mitte des Monats geht die Sonne um 6:58 auf und um 19:40 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 42 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 28 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Urwaldsteig Edersee, Hauptroute

    Ab Schloss Waldeck führt der Steig auf schmalen Naturpfaden über die Steilhänge rund um den See, durch die Waldecker Bucht, das Bärental und über die Halbinsel Scheid. Am Südufer stehen die Rotbuchen des Nationalparks, am Nordufer trockene Eichenwälder, wo der Knorreichensteig an alten, knorrigen Stämmen entlangführt. Der Hagenstein gilt als Loreley des Edertals.

    66,8 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Kellerwaldsteig, Hauptroute

    Zwölf Etappen ab Frankenau, markiert mit einem weißen K auf rotem Grund, durch den Kellerwald und einmal um den Edersee herum. Die Route hält sich an Bachtäler, alte Buchenwälder und lange Bergrücken und berührt Herzhausen, Waldeck, Bad Zwesten und Densberg. Buchen bestimmen fast alles.

    161,5 km5945 HöhenmeterMehrtagestour

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  • Wandern

    Kanzel-Route

    Kurzer Anstieg über den Steilhang bei Waldeck zum Aussichtspunkt Kanzel, wo die Friedrich-Meyer-Schutzhütte steht. Von dort liegt der Edersee tief unten und Schloss Waldeck gegenüber auf seinem Berg. Der Pfad ist schmal und läuft durch Buchenwald.

    4,4 km

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Ederseeweg

    Der Weg beginnt am Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel, zieht durch den Habichtswald über Schauenburg-Elgershausen nach Niedenstein und weiter über Bad Emstal und Naumburg ins Waldecker Land. Den Edersee erreicht er über Selbach durch das Reiherbachtal und endet in Nieder-Werbe am Wasser. Wald bestimmt den größten Teil.

    45,4 km

    GPXKarte

  • Radfahren

    Edersee-Radrundweg

    Überwiegend Asphalt, dazwischen geschotterte Waldwege, immer zwischen Wasser und Wald: Harbshausen, Asel, Bringhausen, Rehbach, Staumauer, Waldeck, Nieder-Werbe und Herzhausen liegen am Ring. Von der Aselbucht hinauf nach Basdorf gewinnt die Strecke spürbar an Höhe, die Südseite zwischen Staumauer und Herzhausen bleibt dagegen fast eben. Am Kletterpark geht es dicht am Ufer entlang.

    50,8 km

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Ederradweg

    Von Erndtebrück im Rothaargebirge bis Baunatal-Guntershausen, rund 170 Kilometer bergab. Der Weg begleitet die Eder bis zu ihrer Mündung in die Fulda bei Edermünde-Grifte und läuft meist auf stillen Rad- und Wirtschaftswegen neben dem mäandernden Fluss. Zwischendurch Frankenberg, der Edersee und Fritzlar.

    172,8 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Ederseebahn-Radweg

    Alte Bahntrasse von Wabern nach Korbach, also kaum Steigung. Der Weg läuft von Korbach-Süd über Meineringhausen, Sachsenhausen, Netze und Waldeck bis zum früheren Bahnhof Buhlen bei Affoldern, durch zwei Tunnel und über mehrere Viadukte. Das Viadukt bei Selbach ist 28 Meter hoch und 193 Meter lang.

    26,1 km

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Im Nationalpark lebt der Rothirsch frei in den Buchenwäldern, von September bis Mitte Oktober röhren die Hirsche auf den Steilhängen über dem Edersee. Ein röhrender Hirsch steht mit gesenktem Kopf und gesträubter Mähne im Unterholz, sein tiefer, rollender Ruf trägt weit durch den Wald. Geführte Touren zur Brunft starten morgens und abends an den Nationalpark-Eingängen Kirchweg in Edertal-Bringhausen, KellerwaldUhr in Frankenau und Himmelsbreite in Vöhl-Harbshausen.

  • April bis Mai

    Feuersalamander

    Der Feuersalamander lebt fast überall im Nationalpark, vor allem an den sauerstoffreichen Bächen, in den feuchten Buchenwäldern und an den Blockhalden. Schwarz mit kräftig gelben Flecken ist er leicht zu erkennen, nach Regen kommt er im April und Mai aus seinen Verstecken unter Steinen und Totholz hervor. Ranger führen in diesen beiden Monaten eigens zu ihm, Start ist am Nationalpark-Eingang Trifthütte in Edertal-Kleinern.

  • ganzjährig

    Schwarzspecht

    Der Schwarzspecht lebt das ganze Jahr in den alten Buchen- und Eichenbeständen des Nationalparks, dort, wo die Bäume über 80 Jahre alt sind. Ganz schwarz mit roter Kopfplatte und einem lauten, hallenden Ruf hebt er sich von allen anderen Spechten ab. Seine großen ovalen Höhlen schlägt er in dicke Altbuchen, im April oder Mai legt er darin seine Eier.

  • ganzjährig

    Wasseramsel

    Die Wasseramsel lebt das ganze Jahr an den naturnahen, schnell fließenden Bächen des Nationalparks, von denen es hier über 1.000 gibt. Rundlich mit dunklem Gefieder und weißer Brust sitzt sie auf Steinen mitten im Wasser und wippt dabei ständig mit dem Körper. Als einziger heimischer Singvogel taucht sie unter und läuft am Bachgrund mehrere Meter gegen die Strömung, das ganze Jahr am selben Bachabschnitt zu sehen.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 2 Std. 00 Min.Kassel
  • 3 Std. 00 Min.Frankfurt am Main
  • 3 Std. 45 Min.Köln
  • 5 Std. 00 Min.Hamburg
  • 5 Std. 45 Min.Berlin
  • 6 Std. 15 Min.München

Gut zu wissen

  • Hunde an der Leine

    Im Nationalpark sind Hunde willkommen, müssen aber an der Leine geführt werden. Am Edersee gibt es an der Halbinsel Scheid einen ausgewiesenen Hundestrand, dazu eine Liegewiese und deutlich weniger Betrieb als an den Strandbädern Waldeck-West und Rehbach.

  • Wegegebot im Nationalpark

    Im Nationalpark bleibt man ausschließlich auf den ausgewiesenen Wegen. Die schmalen Pfade sind Wanderern vorbehalten, Rad fahren und Reiten sind nur auf dem gekennzeichneten Radwegenetz erlaubt. Steintürme aufzustapeln ist untersagt, weil das Lebensräume zerstört.

  • Kein offenes Feuer, dafür Trekkingplätze

    Rauchen und offenes Feuer sind im Wald ganzjährig untersagt. Wer mehrere Tage unterwegs ist, bucht online einen der zehn Trekkingplätze des Naturparks am Lichtenfelser Panoramaweg sowie an Nord- und Südschleife des Kellerwaldsteigs; die genaue Lage kommt danach per Mail. Die Saison läuft vom 1. April bis 31. Oktober, Feuer ist auch dort nicht erlaubt, Gaskocher auf festem Untergrund dagegen schon.

  • Auf dem Edersee ohne Verbrennungsmotor

    Auf dem Edersee gelten die Regeln der Talsperrenverordnung, Verbrennungsmotoren sind nicht erlaubt. Unterwegs ist man mit Segel, Ruder, Paddel, Surfbrett oder Elektroboot, zwischen Sperrmauer und Herzhausen auf 27 Kilometern Länge. Nach Sonnenuntergang wird nicht mehr gefahren, und über Nacht ankern ist nicht gestattet.

  • Die alten Bauwerke brauchen einen tiefen Pegel

    Die Reste der gefluteten Dörfer werden erst bei fallendem Wasserstand sichtbar, und jeder Ort hat seine eigene Schwelle. Die vierbogige Aseler Brücke erscheint ab 235,10 m über NN, der Friedhof von Bringhausen ab 231,75 m, der Bericher Friedhof ab 231,00 m und das Modell der Sperrmauer ab 221,05 m. Den aktuellen Pegel führt Edersee Touristic auf seiner Wasserstandsseite.

  • Übernachten nur auf ausgewiesenen Plätzen

    Im Nationalpark ist freies Übernachten nicht vorgesehen; Wildniscamping gibt es nur bei den geführten WildnisNächten mit Rangern. Kraftfahrzeuge werden an den Parkplätzen der Nationalpark-Eingänge abgestellt. Für Wohnmobile und Zelte stehen in der Region Campingplätze und Stellplätze zur Verfügung, gebündelt bei Edersee Touristic.

Geschützte Landschaften

Nationalpark
Kellerwald-Edersee

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Der Edersee liegt im Nordwesten Hessens am Rand des Kellerwaldes, wo Hessens einziger Nationalpark alte Rotbuchenwälder als UNESCO-Weltnaturerbe schützt. Rund um den 27 Kilometer langen See gibt es Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile und Zelte.

Am stärksten gefragt sind Juli bis Oktober mit Blühwiesen, Heideblüte und Hirschbrunft, ruhiger wird es ab November, wenn der Wasserstand sinkt. Die Saison der Gastgeber läuft meist von April bis Oktober.

Häufige Fragen