Camping Pod mieten

Ein Camping Pod ist eine kleine Holzhütte, die fest auf einem Campingplatz steht. Die bekannteste Form hat ein Dach, das in einem Bogen bis zum Boden läuft, daneben gibt es Pods mit spitz zulaufendem Dach im Stil einer Finnhütte. Vor der Tür liegt oft eine kleine Terrasse. Gegenüber dem Zelt ist ein Pod gedämmt und abschließbar, und bei Regen bleibt drinnen alles trocken; gegenüber Chalet oder Mobilheim ist er deutlich kleiner und oft ein einziger Raum. Was an Bord ist, geht weit auseinander. Manche Pods haben Küchenzeile und eigenes Bad, andere sind ein warmer Raum mit Betten und Steckdose.

Worauf man beim Buchen achtet

Ist ein Bad an Bord?
Manche Pods haben Dusche und WC, bei anderen geht man ins Sanitärgebäude des Platzes. Beides ist üblich, und im Angebot steht, was gilt. Wer nachts ungern über den Platz läuft, sieht vorher nach.
Wird geheizt, und liegt Strom an?
Die meisten Pods sind gedämmt und haben Steckdosen, eine Heizung aber nicht alle. Davon hängt ab, ob im Frühjahr und im Herbst noch etwas geht.
Muss man Bettzeug mitbringen?
Auf dem einen Platz ist die Bettwäsche im Preis enthalten, auf dem nächsten liegen nur Matratze und Kissen bereit und der Schlafsack kommt von zu Hause. Dazumieten kann man sie oft.
Wo wird gekocht?
Von der Küchenzeile mit Kühlschrank bis zu gar nichts ist alles dabei. Ohne Küche an Bord kocht man draußen auf dem eigenen Kocher oder nutzt, was der Platz anbietet.
Wie läuft das Dach?
Bei beiden Formen läuft die Wand schräg zum Boden. In der Mitte steht man aufrecht, an den Seiten wird es niedrig. Auf den Fotos ist gut zu sehen, wie viel Luft über dem Bett bleibt.

Für wen es passt

Gemacht für

Wer auf den Campingplatz will, ohne Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil zu besitzen. Familien mit kleinen Kindern kommen mit wenig Gepäck aus, und Wanderer, die mit dem Rucksack anreisen, finden abends ein festes Dach. Die Hürde ist niedrig.

Eher nichts für

Platz und Rückzug gibt es hier nicht. Meist schlafen alle in einem Raum, und wer zu zweit zwei Wochen bleiben will, wird das eng finden. Ohne Bad an Bord gehört der Gang zum Sanitärgebäude zu jedem Tag.

Woher es kommt

Die Bauform kommt aus Schottland. Dort baute Charles Gulland in den neunziger Jahren kleine Hütten aus Durchforstungsholz, meist Lärche, und stellte die ersten an den Fernwanderweg West Highland Way, damit Wanderer trocken schlafen konnten. Wigwams nannte er sie. In Großbritannien wurde daraus eine eigene Kategorie unter dem Namen Pod, und heute stehen solche Hütten auch auf Plätzen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz.

Gut zu wissen

  • Hunde nicht überall

    Im Pod gilt oft eine andere Regel als auf dem Stellplatz nebenan. Manche Gastgeber nehmen Hunde mit auf, andere halten ihre Mietunterkünfte frei davon.

  • Offenes Feuer bleibt draußen

    Eine Holzhütte verträgt keine Kerzen und keinen Grill im Innenraum. Wo ein Feuer erlaubt ist und wo nicht, regelt die Platzordnung.

  • Anreise ohne eigenes Gefährt

    Ein Pod steht auf einer Parzelle wie ein Zelt oder ein Wohnwagen, nur gehört er dem Platz. Man kommt mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß und hat trotzdem ein festes Dach.