Camping am Bodensee

Der Bodensee ist einer der größten Seen Mitteleuropas. 536 Quadratkilometer Fläche, 251 Meter an der tiefsten Stelle. Sein Wasserstand folgt der Schneeschmelze in den Alpen, im Spätwinter steht er am tiefsten, im Juni am höchsten. Aus diesem Rhythmus entstehen Kiesufer mit Pflanzengesellschaften, die es sonst nirgends in Deutschland gibt. Der Wasserkörper mildert das Klima so weit, dass rund um den See auf etwa 9.000 Hektar das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands liegt und im Winterhalbjahr über 200.000 Wasservögel bleiben. Nach Angaben des NABU sind das rund drei Viertel aller Wasservögel, die in Baden-Württemberg überwintern.

36 Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Plätze und Unterkünfte in dieser Region

Das Jahr in dieser Region

September: Apfelernte und Bodensee-Apfelwochen

Die Apfelernte läuft im September und Oktober in zwei bis drei Pflückdurchgängen, vorwiegend Elstar, Gala, Jonagold und Golden Delicious. Rund 25 Orte zwischen Lindau und der Insel Mainau begehen von Mitte September bis Anfang November die Bodensee-Apfelwochen mit Plantagenführungen, Obstmärkten und Verkostungen. In den Riedwiesen blühen zur selben Zeit Lungenenzian, Deutscher Enzian und Teufelsabbiss.

Mitte des Monats geht die Sonne um 6:59 auf und um 19:37 unter. Dazwischen liegen 12 Stunden und 38 Minuten Tageslicht.

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 28 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Radfahren

    Bodensee-Radweg

    Rund um den See und durch drei Länder, überwiegend auf Asphalt und fast immer flach. Die Strecke wechselt zwischen Uferpromenaden, den Obstgärten am Nordufer und dem Naturschutzgebiet im Rheindelta bei Bregenz. Die Reichenau mit ihren Gemüsefeldern liegt als Abstecher daneben. Fähren kürzen ab, etwa zwischen Konstanz und Meersburg.

    293,2 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Bodensee-Rundwanderweg

    Abschnitt Stein a. R. - Lindau

    Zu Fuß am Ufer entlang, von Stein am Rhein, wo der Rhein den See wieder verlässt, bis nach Lindau. Mal geht es direkt am Wasser, mal oben über den Hängen, wo Bebauung oder Naturschutzgebiete den Rand versperren. Unterwegs liegen Konstanz und Überlingen, dazu die Wallfahrtskirche Birnau hoch über dem Wasser. Das Zeichen ist ein blauer Punkt mit Pfeil.

    164 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    SeeGang

    Von Konstanz über den bewaldeten Bodanrück nach Bodman und weiter am Steilufer über Sipplingen nach Überlingen. Der mittlere Teil ist der wildeste, mit tief eingeschnittenen Tobeln, Bachläufen und der Marienschlucht, durch die ein Steg mit Aussichtsplattformen führt. Zwischen Bodman und Sipplingen wird es flach und obstbaumreich.

    52,9 km1400 Höhenmeter

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  • Wandern

    Jubiläumsweg Bodenseekreis

    Der Weg hält sich bewusst vom Ufer fern und läuft durch das Hinterland von Kressbronn nach Überlingen, über Drumlins, die der Eiszeitgletscher hinterlassen hat. Dazwischen liegen Moore, Weiher, das Rotachtal und der Aachtobel, eine enge, urwaldartige Schlucht. Vom Gehrenbergturm sieht man den See und die Alpenkette.

    115,5 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Donau-Bodensee-Radweg

    In Ulm geht es von der Donau weg, im Schatten des Münsters, quer durch Oberschwaben bis ans Bodenseeufer bei Kressbronn. Der Untergrund ist meist Asphalt, dazwischen wassergebundener Schotter. Oberschwaben ist hügelig, die Strecke steigt und fällt beständig, und zwischendurch führt sie durch das stille Tal der Wolfegger Ach.

    155,8 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Bodensee-Königssee-Radweg

    Quer durch das bayerische Alpenvorland von Lindau am Bodensee bis an den Königssee, immer mit der Alpenkette zur Rechten. Die Strecke nimmt Allgäu, Pfaffenwinkel, Tölzer Land, Tegernsee und Chiemgau mit und sammelt dabei mehrere tausend Höhenmeter. Flach ist hier fast nichts.

    455,8 km3530 HöhenmeterMehrtagestour

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • Januar bis Dezember

    Kolbenente

    Am Untersee, vor allem in der Wasserschutzzone vor dem Wollmatinger Ried, im Ermatinger Becken und an der Radolfzeller Aachmündung, schwimmen die auffälligsten Enten des Bodensees. Der Erpel trägt einen leuchtend orangeroten Kopf, einen roten Schnabel und schwarzes Gefieder mit breiten weißen Flanken, die Ente bleibt unscheinbar braun mit heller Wange. Im Juli und August mausern dort rund 4.000 Tiere gemeinsam, im Winter kommen weitere aus Spanien und Südfrankreich dazu, die hier reichlich Armleuchteralgen finden.

  • Januar bis Dezember

    Singschwan

    Im Ermatinger Becken am Untersee und im Eriskircher Ried zwischen Schussen- und Rotachmündung versammeln sich die meisten Singschwäne des Bodensees, die Höchstzahlen liegen zwischen Ende Dezember und Anfang Februar. Anders als der stumme Höckerschwan trägt er den Hals gerade aufgerichtet und einen gelb-schwarzen Schnabel, sein trompetender Ruf ist oft schon von Weitem zu hören. Vom Reichenauer Damm und vom Infopfad an der Stockacher Aachmündung bei Bodman-Ludwigshafen lassen sich die ab Ende Oktober eintreffenden Trupps gut beobachten.

  • ganzjährig

    Haubentaucher

    Der Haubentaucher ist auf dem Bodensee das ganze Jahr über zu sehen, zur Brutzeit vor allem in den überfluteten Schilfflächen des Wollmatinger Rieds und der Halbinsel Mettnau. Erkennbar ist er an der doppelten schwarzen Federhaube und der rostroten Halskrause, die er im Frühjahr zur Balz aufstellt. Die Balztänze mit synchronem Kopfschütteln beginnen im Vorfrühling und lassen sich von den Uferpromenaden in Konstanz, Überlingen und Friedrichshafen aus beobachten.

  • ganzjährig

    Biber

    An den Zuflüssen und in den Rieden rund um den Bodensee lebt der Biber, Europas größtes Nagetier, erkennbar an dem breiten, kahlen Ruderschwanz und dem dichten braunen Fell. Seit etwa 2010 besiedelt er den Bodenseekreis, inzwischen finden sich seine kegelförmig angenagten Baumstämme auch an kleineren Bächen. Am leichtesten zu entdecken sind diese Nagespuren im Winterhalbjahr, wenn er Rinde von Weiden und Pappeln frisst und das fehlende Laub den Blick freigibt.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 2 Std. 00 Min.Freiburg im Breisgau
  • 2 Std. 15 Min.München
  • 4 Std. 00 Min.Frankfurt am Main
  • 5 Std. 30 Min.Köln
  • 7 Std. 30 Min.Berlin
  • 8 Std. 00 Min.Hamburg

Gut zu wissen

  • Rot-weiß-rote Zeichen markieren die Ruhezonen

    Die für den Naturschutz gesperrten Wasserflächen sind mit rot-weiß-roten Schifffahrtszeichen und Naturschutzschildern markiert. Besonders im Juli und August, wenn die Wasservögel flugunfähig mausern, sind die Flächen vor dem Wollmatinger Ried, vor der Hornspitze und an der Radolfzeller Aachmündung betroffen. Boot, Surfbrett und Schwimmer bleiben außerhalb dieser Grenzen.

  • Motorboote halten 300 Meter Abstand zum Ufer

    Nach Artikel 6.11 der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung dürfen Fahrzeuge mit Maschinenantrieb nicht näher als 300 Meter an das Ufer oder an einen vorgelagerten Schilfgürtel heranfahren, außer zum An- und Ablegen, und dort höchstens 10 km/h fahren. Für Kanu, Kajak und Stand-up-Paddle gilt diese Grenze nicht, ab 300 Metern Uferabstand ist dort aber eine Schwimmhilfe nach EN ISO 12402-5 vorgeschrieben. Die Ordnung gilt gleichlautend in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

  • Im Naturschutzgebiet auf den Wegen und an der Leine

    Die Verordnung für das Eriskircher Ried untersagt in § 4 Nr. 12, das Schutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten, und das gilt ausdrücklich auch für Fotografen. Das Naturschutzzentrum Eriskirch bittet zusätzlich darum, Hunde durchgehend an der Leine zu führen, weil auch ein ruhiger Hund die Tiere in die Flucht treibt. In den übrigen Rieden am Nord- und Westufer gelten dieselben Wegegebote.

  • Kein Feuer in den Uferschutzgebieten

    In den Naturschutzgebieten am Ufer ist Feuer nicht erlaubt, die Verordnung für das Eriskircher Ried führt das in § 4 Nr. 11 ausdrücklich auf. Auch an den Kiesufern rät das NABU-Bodenseezentrum von Lagerfeuern ab, weil dort die Strandrasen mit dem Bodensee-Vergissmeinnicht wachsen. Gegrillt wird auf den ausgewiesenen Plätzen.

  • Übernachten auf ausgewiesenen Plätzen

    Zelten, Lagern und das Aufstellen von Wohnwagen oder sonstigen Fahrzeugen sind in den Uferschutzgebieten untersagt, so § 4 Nr. 10 der Verordnung für das Eriskircher Ried. Rund um den deutschen Bodensee gibt es dafür Camping- und Wohnmobilstellplätze, die die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH führt, unter anderem in Lindau, Kressbronn und Hagnau.

  • Die Autofähre verbindet Nord- und Südufer

    Die Autofähre Konstanz nach Meersburg überquert 4,8 Kilometer Wasser in etwa 15 Minuten und fährt an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr, tagsüber alle 10 bis 15 Minuten. Sechs Schiffe sind im Einsatz, Fahrräder und Fußgänger werden mitgenommen. Nach Angaben der Stadtwerke Konstanz spart die Überfahrt rund 60 Kilometer Umweg über Land.

Über diese Region

Der Bodensee liegt zwischen Baden-Württemberg und Bayern und ist mit 536 Quadratkilometern einer der größten Seen Mitteleuropas, mit Kiesufern und Streuobstwiesen. Campingplätze und Wohnmobilstellplätze liegen direkt am Ufer, etwa in Lindau, Kressbronn und Hagnau.

Am vollsten ist es bei der Obstblüte im April und im Sommer, ruhiger ab Oktober mit dem Vogelzug. Wann ein Platz geöffnet hat, steht im Kalender des Angebots.

Häufige Fragen